Deutsche Seniorenblitzmeisterschaft

Schon im letzten Jahr hatte Wolfgang und Mike geplant zur dt. Seniorenblitzmeistrschft zu fahren. Dies hatte damals aber nicht geklappt. In diesem Jahr sollte es dann in Angrff genommen werden. Lange Zeit sah es aber so aus, als ob die „Corona-Krise“ alles über den Haufen wirft. Glücklicherweise konnte die Meisterschaft dann doch durchgeführt werden. Also morgens los, vor Ort dann noch etwas durch die Stadt und eine Kleinigkeit essen gehen.

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Im Spiellokal traf man dann noch einige Bekannte, mit denen dann noch etwas geplaudert wurde. Am Nachmittag ging es dann, mit etwas Verspätung, los. 38 Teilnehmer/innen hatten sich in der Gruppe 50+ angemeldet. Gespielt wurden 13 Runden. Die Tische standen weit auseinander (schlecht zum „rüberschielen“) und die Auslosungen der neuen Runden ging recht flott vonstatten. Paarungen und Tabellen wurden per Beamer an die Wand geworfen.

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„Unser“ Trainer – Wolfgang Krüger – in schwieriger Stellung.

In entspannter Atmosphäre wurde dann an allen Brettern sehr interessantes Schach gespielt. Wer seine Partie beendet hatte, konnte mit Mund/Nasenschutz im Raum verbleiben und zuschauen. Wolfgang und Mike hatten sich als erstes Ziel die Bestätigung ihrer Setzplätze vorgenommen. Wolfgang war an 14, Mike an 32 gesetzt. Die Ziele sollten zu schaffen sein. Nach der Hälfte der Spiele hat sich Mike dann vorgenommen, sich einen Platz in der oberen Hälfte zu erspielen. Dies konnte aber schlecht abgeschätzt werden. Mal waren Wolfgang und Britta hinter , dann wieder vor ihm. Es war teilweise eine richtige Berg- und Talfahrt. Je nachdem wie man gespielt hat und wer als nächster Gegner kam. Am Ende erreichte Wolfgang mit 7/13 Pkt. Platz 14; Mike, mit ebenfalls 7/13 Pkt. Platz 17 ! Ziele errreicht und wieder eine Menge gelernt. (M.Schlüter)

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Strenglin 2020

Gemeinsam durch die Corona-Zeit – wer braucht schon online-Schach?

Das fünfjährige Strenglin-Jubiläum fand in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie statt. Bekanntermaßen ist der Schachsport diesbezüglich seit einem halben Jahr von schwerwiegenden Einschränkungen betroffen. Abgesagte Punktspielrunden und Schachturniere sorgen für Frust – Schachspieler auf Entzug gewissermaßen.

Umso mehr habe ich mich über die Möglichkeit gefreut, als Gast der Möllner Schachspieler am Wochenendseminar in Strenglin teilnehmen zu können. Deshalb vielen Dank an die Organisatoren Mike und Wolfgang. Und so viel kann ich vorab schon einmal verraten: Es hat sich gelohnt!

Das Hotel „Strengliner Mühle“ habe ich als gediegenes familiär geführtes Landhotel mit besten Bedingungen für ein Seminarwochenende kennengelernt. Zum 5. Jahrestag des Seminars bedankte sich daher der Vorsitzende Mike Schlüter und überreichte einen Präsentkorb an die Leitung des Hauses.

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Ein kleines Dankeschön an das Hotel und deren Mitarbeiter/innen.

Das Training beginnt mit Taktikaufgaben zum „warm werden“ – Vorteil in 2 Zügen von Paul Gaffron. Die Ergebnisse werden durch den Trainer Wolfgang Krüger eingesammelt. Nachdem gleich der erste Teilnehmer sein korrigiertes Aufgabenblatt mit der trockenen Bemerkung „Du hast gerade 50 DWZ verloren“ zurückbekommt, bin ich nicht nur warm. Ich laufe bereits heiß bei diesem Aufgabenniveau. Da hilft sicher ein kühler Schluck Mineralwasser – ausgerechnet Marke „Magnus“.

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Genug Aufgaben für alle…

Im Anschluss dann Variantenberechnung in Partnerarbeit – den methodischen Ansatz der Kombination von 2 Spielern unterschiedlicher Spielstärke empfinde ich als konstruktiv für beide Seiten.

Was ist der beste Zug?
Hihi, da sind 50 DWZ weg…

Nachdem gegen 20 Uhr der letzte Teilnehmer eingetroffen war, wurde die ursprünglich geplante Vereins-Blitz-Meisterschaft spontan durch eine lebhafte Diskussionsrunde hinsichtlich der Planung von Vereinsabenden in Corona-Zeiten ersetzt. Eine wichtige Diskussion wie ich finde. Geht es doch darum, geeignete Trainings-Organisationsformen vor dem Hintergrund von Hygienevorschriften umzusetzen.

Nachdem Samstag ab 9 Uhr die letzten Aufgaben zur Variantenberechnung besprochen sind, geht es an die eigentlichen Schwerpunkte des Schachwochenendes.

Freibauern

Von der Planung- „Welcher der Burschen wird im Verlauf der Partie mein Freibauer?“ – bis hin zur aktiven Umsetzung von Gewinnplänen gibt uns der Trainer entscheidende Hinweise vor dem Hintergrund, den Freibauern nicht nur besitzen zu wollen sondern ihn tatsächlich auch gefährlich zu machen.

Isolierter Bauer

Wie bekämpft man einen Isolani und wie spielt man selbst mit ihm? Beide Möglichkeiten dieses schier unerschöpflichen Themas wurden durch Wolfgang ausführlich erörtert und zu Schwerpunkten zusammengefasst. Wann tausche ich sinnvollerweise Leichtfiguren? Wo positioniere ich meine Schwerfiguren? Wie setze ich benachbarte Bauern als Hebel ein?

Der methodische Ansatz der Theorieaufbereitung im Plenum mit anschließender Bearbeitung von passenden Spielsituationen aus Meisterpartien ließ uns das Erlernte anwenden und vertiefen.

In der anschließenden Auswertungsphase heißt es dann hellwach viele der Trainerhinweise aufzunehmen. Hier hilft es, den Code der Krüger‘schen Schachsprache dechiffrieren zu können.

Ich erhalte auch mal Hinweise, wie – „Nach dem Zug kannst Du eigentlich zusammenschieben“ – „So willst du nicht wirklich stehen“ – „Das muss man mögen“ oder „Ganz okay“ und merke: Es geht aufwärts!

Und tatsächlich auffällig die konstruktiv-ehrlichen Rückmeldungen in einer stets sachbezogenen und partnerschaftlichen Teamatmosphäre.

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Besprechung der Lösungen..

Einen durchdachten Lösungsansatz der schwersten Aufgabe liefert ausgerechnet der Teilnehmer, der gestern übereifrig 50 DWZ „eingebüßt“ hat. Er bekommt von Wolfgang tatsächlich glatte 10 virtuelle DWZ-Punkte zurück. Großzügigkeit war gestern- Motivation ist angesagt!

Das Training ist für heute geschafft und nach dem Abendessen endet der Abend spät in der Nacht mit viel Trubel bei rasanten Blitzpartien sowie einer Viererrunde Skat (Friedrich Fiedler weit vorn und ich glücklich mit Platz 2). 

Friedrich auf der Siegerstraße..
Mieses Blatt..
Skeptischer Blick vom Trainer..

Nach Räumung der Zimmer geht es Sonntag ab 9 Uhr weiter. Bis 12:30 Uhr liegt das Hauptaugenmerk auf dem Thema „Stellungsbeurteilung und Plan“. Es werden 4 Partien von Teilnehmern beleuchtet, entscheidende Spielsituationen diskutiert und Partiemöglichkeiten ausgelotet. Sogar eine Partie von mir aus der jüngeren Vergangenheit ist dabei und ich bekomme viele Vorschläge von den Teilnehmern für alternative Lösungsansätze. In Verbindung mit den dazu passenden Begründungen ergibt sich der Mehrwert im Vergleich zu einer Analyse durch einen schnöden Computer von selbst.

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Wer erreicht die meisten Punkte..?

Mit einem anschließenden Rückblick auf Strenglin 2020 und viel positivem Feedback von Teilnehmern, Vorsitzendem und Trainer endet das Schachseminar.

Bleibt mir als Gast festzuhalten:

Ein vom Vorsitzenden perfekt organisiertes Schachwochenende mit einem Trainer, der umfassend vorbereitet und trainingsmethodisch durchdacht für echten Leistungszuwachs verantwortlich zeichnete sowie ein MSV-Schachteam, dass 3 Tage konstruktiv, lösungsorientiert und mit Spaß unterwegs war. Schön war’s.

 Gemeinsam durch die Corona-Zeit – wer braucht schon online-Schach?

(Jan Laue)

Strenglin 2018

Rücke den Bauern!

Wieder einmal trifft sich die Schachabteilung in der Strengliner Mühle zur Vorbereitung auf die neue Saison. Da wird gelabert, geblitzt, gefrotzelt, gelacht und geübt.

Das ist jetzt schon zu einer kleinen Tradition geworden. Bereits zum dritten Mal sind wir für ein Wochenende dort. Wir wollen Spaß und Training. Da passt die ländliche Umgebung prima, hier kann man sich ganz dem Schachtraining widmen. Diesmal haben sich 12 Schachfreunde aus der ersten und der zweiten Mannschaft eingefunden.

Unter der Anleitung unseres erfahrenen Trainers Wolfgang stellen wir immer wieder fest, dass es über das „königliche Spiel“ so viel mehr zu wissen gibt als wir in unseren Schachpartien bedenken. Das Training ist kurzweilig. Bereits am Freitagnachmittag gibt uns Wolfgang Aufgaben „zum Warmwerden“. Das macht Spaß, manche Lösungen finden wir recht schnell, vielleicht sind wir doch nicht ganz doof. Anderes bringt uns zum Grübeln und Knobeln und gelegentlich auch zum Fluchen. Macht nichts, Hauptsache wir steigern unser Schachverständnis. Bis zum Abend sind auch die letzten Berufstätigen eingetroffen, Zeit für die erste Pause.

Da nehmen wir uns doch gerne etwas länger Zeit, schließlich sollen auch das Zusammensein und der Austausch abseits vom Schachbrett nicht zu kurz kommen. Außerdem habe ich Hunger! Aber wer meint, nach dem Abendessen ist schon Schluss, der irrt. Schachspieler gehen ihrem Hobby auch gerne abends nach. Wir spielen ein Blitzturnier, da muss man schnelle Entscheidungen am Brett treffen, denn schließlich ist eine solche Partie in etwa 8 Minuten entschieden. Aber dafür schaffen wir es, 11 Partien pro Person an einem Abend zu spielen. Wieder mal gewinnt wenig überraschend Wolfgang das Turnier, er ist unser stärkster Spieler, nicht umsonst wurde er in diesem Jahr Blitz-Landesmeister der Senioren. Aber jeder spielt so gut er kann und das Vergnügen steht hier im Vordergrund, da sind Fehler erlaubt! Und anschließend gibt es endlich ein Bier.

Der zweite Tag wird noch anstrengender: Der Trainer hat aus seinem unerschöpflichen Repertoire von Partien und Aufgaben einiges zusammengestellt. Kommt nicht zu spät in den Frühstücksraum, um 9 Uhr sollen alle am Brett sitzen. In Partnerarbeit analysieren wir Schachstellungen, finden Angriffspläne und Verteidigungsstrategien und suchen nach dem besten Zug. Was würde wohl ein Großmeister in einer solchen Stellung tun? Meistens sieht die Lösung etwas anders aus als ich gedacht habe, man lernt eben nie aus. Zu zweit kann man diskutieren, ausprobieren, erwägen und verwerfen und gelegentlich auch mal zum Nachbartisch kiebitzen, vielleicht haben die beiden noch eine andere Idee? Na, anscheinend kochen die auch mit Wasser. Wolfgang sieht sich bei den einzelnen Tischen um, gibt gelegentlich Tipps oder schüttelt den Kopf.
Die Lösungen gibt’s nachher. Welches Team hat den richtigen Plan gefunden? Da bleiben unterschiedliche Meinungen nicht aus und nicht immer ist der Königsweg eindeutig, manchmal muss man sich eben einfach entscheiden. Zeit fürs Mittagessen! Das war ein anstrengender Vormittag und wir wissen, dass es nachmittags so weitergehen wird. Aber so sind Schachspieler. Wenn man sich intensiv in das Spiel vertieft, wird die Zeit nebensächlich, das kennt jeder von langen Abenden, die auch gerne mal bis 4 Uhr dauern. Also wieder ran! Hingucken, überlegen, prüfen, nachdenken und nicht zu lange bei einer Aufgabe verharren, da kommen noch einige mehr. Erst das Abendessen bremst uns aus und heute passt dazu auch mehr als ein Bier. Hinterher holen wir die Skatkarten raus, dazu komme ich eigentlich nur noch hier in Strenglin, früher war das anders. Aber nicht alle wollen Karten spielen. Einige von uns sind so auf Schach fixiert, dass auch jetzt nochmal die Figuren bewegt werden, nicht  mit übertriebener Ernsthaftigkeit aber gewinnen möchte man doch!

Spät geht’s für die meisten von uns ins Bett. Auch am Sonntag sitzen wir wieder um 9 Uhr am Brett, schließlich wollen wir etwas lernen! Gelegentlich findet auch mal einer den besten Zug. Und wir finden auch Fragestellungen, mit denen wir uns vertieft beschäftigen wollen. Wie muss man im Endspiel verfahren? Wann kann man mal einen Turm für einen Läufer geben? Wo sind die Drohungen, die zu einem schnellen Matt führen können?

So ist bald der nächste Termin für ein weiteres Training verabredet, sodass wir am Sonntagnachmittag gegen 3 Uhr das Seminar beenden. Es bleibt das Gefühl, einiges mitzunehmen und einige Lücken im eigenen Spiel vermindert zu haben. Hoffentlich begehe ich nicht in der Liga die Fehler, über die wir hier gesprochen haben!

Auch in der jetzt anstehenden Saison wird es wieder Siege und Niederlagen geben, eines ist jedoch sicher: Dieses Wochenende hat unsere Spielstärke verbessert und uns als Mannschaft motiviert. Jetzt setzen wir das um und werden einige gute Ideen in unseren kommenden Partien umsetzen!

(Andreas Lenk)

Verbandsliga B (Ost) 2019/20

Lübecker SV 4 – Möllner SV 1

In dieser Runde ging es für die erste Mannschaft zum Tabellenführer nach Lübeck. Durch „Mister LSV“ wurde die Verlegung des Spiellokales rechtzeitig bekannt gegeben. Mal schauen, wie es sich dort spielen lässt. Vor Ort angekommen und mit blick auf die Lübecker Mannschaftsaufstellung meinte Wolfgang nur:“ Da haben sie ja wieder mal die stärkste Mannschaft gegen uns aufgeboten!“. Sei’s drum. Die Entscheidungen fallen am Brett und nicht mit der Aufstellung. Nach gut einer Stunde bekamen Andreas Lenk und Andreas Werner jeweils ein remisangebot. Beide durften annehmen. Lange Zeit passierte nichts weiter. Mike hat sich für die Französische Verteidigung entschieden. Diese hat er in seinen bisherigen Schachjahren noch nie in einem Mannschaftskampf angewandt. Nach 1-2 kleinen Ungenauigkeiten landete er gegen Joachim Berger dann in einem Endspiel mit jeweils T+D. Ein kurzer Blick auf die anderen Bretter und remis angeboten. Dies wurde von seinem Gegner angenommen. Simon hatte inzwischen eine Qualität gewonnen und sollte den Punkt nach Hause bringen. Dies gelang ihm auch, indem er die Qualität zurück gab und in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickelte. Bei Manfred sah es recht interessant aus. Die Dame seines Gegners stand auf h8 ziemlich abgeschnitten. Manfred sein f8-Springer hielt alles zusammen. Selbst ein Doppeltes Figurenopfer hielt die Stellung aus. Sollte also auch ein Punkt für uns sein.

Wolfgang bot daraufhin seinem Gegner ebenfalls remis an. Dieser ging davon aus, dass das Brett 8 für Lübeck gewonnen sei und willigte ein. Ein Irrtum wie sich kurz darauf herausstellte. Zwischenstand 4:2 für Mölln! Spielten noch Jörg gegen Alva und Sven gegen Alexandra. Sven musste gegen zwei gedekte Freibauern spielen. Sollte aber kein Problem sein, solange die Stellung geschlossen bleibt. Leider blieb es aber nicht dabei und Alexandra konnte auf 4:3 verkürzen. Nun lag es an Jörg, den halben Punkt zu sichern. Die Stellung war recht verschachtelt und verschlossen. Als beide nur noch mit Zuschlag spielten, versuchte Alva noch auf dem Königsflügel durchzubrechen. Jörg konnte aber alle Einnruchsfelder verteidigen. Am Ende einigten sich beide auf remis und Mölln gewann mit 4,5 : 3,5. Am Abend erhielt der MF noch eine Dankesmail vom KSG. LSV IV und die KSG treffen am letzten Spieltag aufeinander und werden da wahrscheinlich den Meister der Verbandliga B ausspielen.

Die zweite Mannschaft begab sich zum Sk Kaltenkirchen. Nach spannenden Partien mussten sie sich doch recht deutlich mit 7:1 geschlagen geben. Lange Zeit wogte der Kampf hin und her. Dann schlichen sich die ersten Flüchtigkeitfehler ein und in mehreren Partien kam es zum Figurenverlust. Einzig Luca sorgte mit einer sehenswerten Partie dafür, dass es kein „zu Null“ wurde.

Möllner SV 1 – VSF Flintbek 1 4,0 : 4,0

Möllner SV 2 – Lübecker SV 6   1,5 : 6,5

Diesmal keine Geschenke! Nach dem Dessaster in Eutin, wo wir jede Menge Gastgeschenke verteilt hatten, gingen wir den Mannschaftskampf gegen den VSF Flintbek hoch konzentriert an. Das erste Remisangebot bekam unser Brett 1. Danach ging es dann, wie draußen mit dem Sturm, Schlag auf Schlag. Wahrscheinlich hatte noch jeder das Spiel gegen den SV Eutin im Hinterkopf und wollte nicht unbedingt verlieren. Am Ende also ein 4 : 4 und ein gesicherter Platz im Mittelfeld. Unsere zweite Mannschaft bestritt ihr Spiel gegen den Lübecker SV 6 und musste sich am Ende mit 1,5 : 6,5 geschlagen geben. In der einen oder anderen Partie war sicherlich mehr drin. Schauen wir mal, was die Partien-Nachbesprechungen am 19.02.2020 ergeben.

Möllner SV 1 – Lübecker SV 5 4,0 : 4,0

Möllner SV 2 – SV Bad Oldesloe 1 2,5 : 5,5

Spieltag der Ausfälle

Was für ein irres Wochenende…

Beide Mannschaften der Möllner Schachabteilung hatten von den Paarungen her Heimrecht. Dieses konnte aber nicht wahrgenommen werden, da an dem Tag im Vereinsheim die Sportabzeichenvergabe stattfand (an die 100 Teilnehmer). Wir haben also rechtzeitig bei unseren Gegnern nachgefragt, ob wir bei ihnen spielen könnten. Beide Vereine haben zugestimmt. Vielen Dank noch einmal an den SV Bad Oldesloe und den Lübecker SV! Dann konnten in der ersten Mannschaft zwei Spieler leider nicht mitspielen. Einige Tage vorher hat dann auch noch ein Ersatzspieler abgesagt. Am Ende mussten Gunnar und Dragan einspringen. Unsere zweite bekam durch die Ausfälle/Abgabe der Spieler dann natürlich auch Personalprobleme. Dies konnte dann durch den Einsatz unserer Jugendspieler fast komplett aufgefangen werden. Auch hier ein herzliches Dankeschön an die Jugend und den Eltern (als Fahrer). Aber der Irrsinn ging noch weiter. Samstagvormittag rief dann Sven an und teilte mit, dass sein Fahrzeug defekt sei und er erst sehen müsse, wie er dann nach Lübeck kommt. Am Sonntagmorgen dann sein Anruf: Aufgrund der verspäteten Abfahrt seiner Bahn kann es sein, dass er sein Anschlusszug nicht bekommt. Mit dem nächsten wäre er dann aber erst gegen 10.48 Uhr an Lübecker Bahnhof. Und in knapp 10 Min. von dort zum Spiellokal… Wird wohl nichts. Also schon mal 1:0 hinten. Kurz vor Abfahrt unserer Fahrzeuge dann die erlösende Nachricht. Er hat den Zug doch noch rechtzeitig erreicht.

Auf der Suche des Gewinnweges…

Kurz nach 10.00 Uhr ging es dann in Lübeck mit der 4.Runde los. Als erstes konnte dann Dragan seinen Sieg an Brett 8 verkünden. Kurze Zeit später hatte Gunnar ein remis beigesteuert. Das war es dann erst mal für längere Zeit. Der Verlauf der Partien lies mal die Möllner und mal die Lübecker als Sieger aussehen. Als es dann mal für Mölln gut aussah, hat Wolfgang an Brett 1 ein remis beigesteuert. Bei Mike sah es etwas komisch aus. Er landete in einem Damen/Läuferendspiel mit dem schlechteren Läufer. War aber eigentlich noch nichts verloren. Als er dann nah einem Bauernzug die schwarze Antwort übersah, war erst ein Bauer und kurze Zeit später die Partie verloren. Sven hatte, ebenso wie Andreas L. eine Qualität gewonnen und es sah nach zwei vollen Punkten aus. Aber wie war das mit dem irren Wochenende..? Es sollte also verrückt weitergehen. Andreas sah sich auf einmal zwei Freibauern gegenüber. Als ein remisangebot vom Gegner kam, wurde dies sofort angenommen. Jörg hat inzwischen seine Dame für zwei Türme gegeben und hatte eine schöne Druckstellung. Nach und nach nahm er dem weißen alles weg und konnte einen vollen Punkt einfahren. Zwischenstand 3,5:2,5 für Mölln. Aber noch liefen ja die Partien von Sven und Andreas W.. Bei Andreas entstand ein Endspiel mit T/S gegen T/L. Andreas hatte zwar einen Doppelbauern, aber die Stellung sollte remis enden. Sven seine Partie sah sogar nach eiinem Sieg aus. Aber dann ging es los.. Erst fand Sven nicht die richtigen Ideen; verlor sogar leichtfertig noch einen Bauern und spielte dann, genau wie sein Gegner nur noch vom Bonus. Andreas hatte einmal nicht aufgepasst und verlor ebenfalls Bauern. Die Partie war nicht mehr zu halten und er gab auf. Ausgleich! Und nun…? Am letzten Brett wurde dann eine Zugwiederholung zum remis gespielt. Beiden war es zu riskant nur mit dem Bonus weiter zu spielen. Am Ende ein Unendschieden, mit dem beide Mannschaften klar kommen.

Die zweite fuhr dann mit 7 Spielern nach Oldesloe. So war es zumindest geplant. Brett 2 erschien aber nicht. Also schon einmal 2:0 für Bad Oldesloe. Wie reagiert die Mannschaft? Nach Hörensagen mit entsprechendem Kampfgeist. Luca an Brett 3 (!) und Adam an Brett 4 (!) konnten ihre Partien gewinnen !!! Klasse Leistung ! Günter steuerte dann noch ein remis bei! Alexander an Brett 8 stand auch sehr aussichtsreich (lt. Aussage von Günter sogar auf Gewinn), übersah aber am Ende eine Springergabel. Klasse Einsatz und Leistung und vielen Dank für das kurzfristige Einspringen. Am Ende ging das Mannschaftsspiel mit 5,5:2,5 an Bad Oldesloe.

Sk Doppelbauer Kiel 2 – Möllner SV 1

In der dritten Runde der Verbandsliga B hatte die erste Mannschaft der MSV den Sk Doppelbauer Kiel als Gegner. Manfred, Simon und Sven bildeten eine Fahrgemeinschaft und fuhren aus Richtung Hamburg nach Kiel. Mike, Wolfgang, Andreas, Andreas und Jörg waren die zweite Fahrgemeinschaft. In einem Fahrzeug etwas eng, dafür aber kuschelig. In Kiel angekommen, wurde bekannt gegeben, dass Simon kein Gegner bekommt und wir somit 1:0 in Führung gingen. Simon fuhr dann mit der Bahn zurück. Für den Rest hieß es aber: Spielen und nach Möglichkeit gewinnen. Von der Kieler Aufstellung her, sollte dies kein Problem sein. Aber wie es dann immer so kommt. Manfred bekam ein erstes Remisangebot, welches er Ausschlug. Als es zum Damenendspiel kam, trennte man sich unentschieden. Kurze Zeit später gab es auch bei Andreas Lenk ein remis. Bei Jörg sah alles sehr gut aus. Er hatte alles am Damenflügel versammelt. Sein Gegner konnte dort nicht gegenhalten. Dafür fing er dann am Königsflügel gegen Jörg sein König an zu spielen. Die Aktion hatte Jörg dann völlig falsch eingeschätzt und er musste kurze Zeit später aufgeben. Sven spielte wieder auf Angriff. Im Mittelspiel hat er leicht gepatzt, sodass sein Gegner einen Bauern bis d7 bringen konnte. Als sich dieser noch umwandelte, war die Partie verloren. Mike hatte sich solide und sicher aufgestellt. Die ganze Partie über war nichts los. Beim Stand von 2:1 für Mölln bot er remis an, welches sein Gegner sofort annahm. Kurz darauf hat Wolfgang seine Partie gewonnen. Beim Stand von 3,5:3,5 spielte nur noch Andreas Werner. Andreas erhielt zwischenzeitlich ein remisangebot, welches er ebenfalls ablehnte. Als sein Gegner danach zog, stellte er einzügig eine Leichtfigur ein, die Andreas dankend mitnahm. Sein Gegner gab aber nicht auf. Knapp 2 Stunden später konnte Andreas alle Figuren vom Brett tauschen und spielte mit dem Mehrspringer und etlichen Bauern gegen ein paar Bauern von Schwarz. Als sein C-Bauer loslief gab sein Gegner auf und Mölln konnte ein 4,5:3,5 Sieg einfahren. Nach dem Spiel wurde in Bad Oldesloe noch ein Zwischenstopp im Glashaus eingelegt. Dort gesellte sich auch unsere Verstärkung unserer Seniorenmannschaft und unsere ehemaligen Sabrina und Martin zu uns. In gemütlicher Runde wurde dann der Sieg gefeiert.

Strenglin 2019

Im Zeichen der Springergabel

Mit Aufgaben zu diesem Thema begann unser nun schon traditionelles Trainingslager. Zum 4. Mal traf sich fast die komplette 1. Mannschaft und Teile der 2. Mannschaft im sehr schönen Landhotel Strengliner Mühle, um sich ein Wochenende lang mit Schachstellungen und -varianten zu beschäftigen. Im Anschluss an die Einführungsaufgaben folgte eine Einheit zum Thema „richtig abtauschen“. Wir merkten alle, wie schwierig es ist, diesbezüglich die richtige Entscheidung zu treffen. Unser Trainer Wolfgang, der wie immer die vielfältigen und anschaulichen Aufgaben in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt hatte, erläuterte uns immer wieder die Lösung. Nach einem sehr leckeren Abendessen im Restaurant, hatten wir immer noch nicht genug vom Schach. Mit 12 Teilnehmern trugen wir unsere Vereinsblitzmeisterschaft aus, die natürlich Wolfgang – sogar ungeschlagen – gewann. Danach ging es an die Bar, an der bis spät in die Nacht noch einige alkoholischen Getränke vernichtet wurden.

Zur Entspannung eine Runde Skat !

Trotzdem waren am nächsten Morgen alle relativ früh wieder munter, sodass ein intensiver Trainingstag in Angriff genommen werden konnte. Es begann mit einer Lektion (Turm)-Endspiele. In 2er-Gruppen stellten wir beim Ausspielen am Brett immer wieder fest, wie leicht man einen halben Punkt gewinnen bzw. liegen lassen konnte. Sehr abwechslungsreich waren die Punkt-Partien. Dabei wurde am Zentralbrett eine Partie vorgeführt und an bestimmten Stellen mussten wir innerhalb von 3 min. den besten Zug (3 Pkt.) finden – für manche Antworten gab es manchmal wenigstens 1 Trostpunkt. Dieser Wettstreit brachte „Lernen mit Spaß“. Der Tag war noch lang, sodass wir danach Stellungen aus eigenen gespielten Partien miteinander abschätzten und Varianten berechneten. Am Abend merkten wir, dass die „Kopfarbeit“ auch sehr anstrengend und ermüdend ist. Wir ließen den Tag dann – wieder an der Bar – in geselliger Runde und beim Skat spielen ausklingen.

Das gelernte umsetzen…

Natürlich nutzen wir den Sonntag morgen noch zu einer Trainingseinheit, bevor es nach dem gemeinsamen Mittagessen wieder nach Hause ging.

Unser Dank gilt vor allem Wolfgang, der wie immer die verschiedenen Spielstärken gut unter einen Hut brachte und souverän und mit viel Spaß durch das Seminar führte.

Das Wochenende hat nicht nur unseren Schachverstand verbessert, sondern vor allem auch den Teamspirit gestärkt. Und wir sind uns sicher, dass nach dieser gelungenen Vorbereitung einer erfolgreichen Saison und einer Wiederholung im nächsten Jahr nichts im Wege steht! (Bericht: A.Werner; Foto`s: W.Krüger/M.Schlüter)

Verbandsliga Ost 2016/17

7. Runde VB Ost

Lauenburger SV 1 (1668) – Möllner SV 1 (1903)   2,0 : 6,0

Die Schachfreunde aus Lauenburg baten zeitig um Verlegung des Spieltages, da bei ihnen ein paar Leute wichtige Termine an dem Tag haben. Wir wären gerne bereit gewesen, allerdings hätten wir dann am Nachspielttermin Engpässe gehabt. Sorry.. Also auf nach Lauenburg. Da war noch eine Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, kam ein ordentlicher Schauer von oben. Richtiges Schachspieler-Wetter. In Vertretung von Michael Wichmann wurden wir recht herzlich von Claus Lindges empfangen. Pünktlich ging es los.

Aber man siehe selbst..

Brett 1:

Wolfgang Krüger (2069) – Walter Rost (1941)   1,0 : 0,0

Wolfgang hatte mit Michael Wichmann gerechnet, durfte aber gegen Walter Rost spielen. Sein Gegner spielte etwas verhalten. Im 23. Zug opferte Wolfgang auf e5 zwei Springer gegen einen Turm und anhaltende Initiative. Der Druck verstärkte sich immer mehr, sodass sein Gegner im 35. Zug aufgab.

35. Dh4+
24. S:e5

Brett 2:

Heinrich Schröder (1881) – Mike Schlüter (1855)   0,5 : 0,5

Mike spielte wieder gegen Heinrich. In der letzten Begegnung sah es gut für ihn und der Mannschaft aus. Ergebnis damals: Mike remis – Mannschaft Null. Dieses Mal hat sich Mike eine etwas schärfere Variante herausgesucht. Er kam auch gut ins Spiel. Vielleicht war Weiß etwas überrascht.

10. ..g5
18. Dxe2 mit Remisangebot

                                                                     Da an den hinteren Brettern  schon zwei volle Punkte zu sehen waren (hatten jeweils Material und Stellungsvorteile mehr), hat Mike das Remis Angebot angenommen.

Brett 3:

Sven Sonntag (1970) – Matthias Groth (1731)   0,0 : 1,0

Irgendwie war dies eine komische Partie. Sven versuchte alles, um nach vorne zu kommen. Matthias verteidigte sich mit Umsicht und lies wenig bis gar nichts zu. So richtig fand Sven nicht in die Partie. Am Ende verlor er gar noch seinen letzten Turm und gratulierte seinem Gegner zum Sieg.

Einige Zeit später war der Turm gefangen.
10. c3

Brett 4:

Michael Reicke (1586) – Andreas Lenk (1861)   0,0 : 1,0

Wie im letzten Jahr kam Königsindisch aufs Brett. Dieser wurde von Weiß etwas sorglos behandelt. Andreas bekam eine sehr gute Stellung. Im Laufe der Partie gewann er dann erst einen Bauern und dann die Partie.

Nach 33. ..Te2 gab Weiß auf
10. ..Sdf6

Brett 5:

Jörg v. Warburg (1926) –  Stefan Michels (1645)   0,5 : 0,5

Jörg spielte heute auf Angriff. Sein Gegner war aber sehr aufmerksam und lies kam etwas zu. Optisch sah es immer gut für Weiß aus, aber wie kann man es umsetzen? Am Ende hatte Jörg einmal die Möglichkeit alles klar zu machen. Übersah dies aber und die Stellung war fast komplett geschlossen. Da der Mannschaftssieg fest stand, kam es hier zum remis.                                                                     

40. ..Kf6
10. 0-0

Brett 6:

Ferdinand Hakopian (1655) – Manfred Luchs (1891)    0,0 : 1,0

Manfred konnte im 10.Zug den schwarzfeldrigen Läufer von Weiß tauschen. Im Verlauf der Partie gewann er dann erst zwei Bauern, dann noch einen Turm und am Ende die Partie.

29. ..Db3
10. ..SxLe3

Brett 7:

Simon Henke (1852) – Claus Lindges (1440)   1,0 : 0,0

Simon spielte gegen Claus die Englische Eröffnung. Es gelang dem schwarzen nicht rechtzeitig zu rochieren. Dies sollte am Ende die Partie kosten. Im Kampf um den schwarzen König konnte Simon zwei Bauern gewinnen und am Ende in ein Bauernendspiel abwickeln.

31. TxTd5
10. dxe5

Brett 8:

Rene Reschke (1449) – Andreas Werner (1880)   0,0 : 1,0

Andreas hat sich auf die Eröffnung seines Gegners (1.b4) richtig gut vorbereitet. Dadurch konnte er recht früh einen Bauern gewinnen. Nachdem noch ein zweiter hinzukam, wickelte er ins Endspiel ab. Hier konnte Weiß nur noch den Turm geben, um dann kurze Zeit später aufzugeben.

10. ..Lxb4 11. Lxc4 scheitert an 11. ..DxLd4 !
Nach 37. ..Tb1 38. Ta4 a1D 39. TxDa1 TxTa1 gab Weiß auf

Fazit:

Eine gelungene Revanche zur letzten Saison.

Strenglin 2016

Getarnte Amateure als Profis – oder umgekehrt?


Das Dorf Strenglin liegt in Kreis Segeberg, umgeben von der typischen Holsteinischen Knicklandschaft und einem klaren See nicht weit entfernt. Es hat einen Kindergarten, keine Kirche, ein paar Gehöfte – und ein reizvolles Landhotel, das gelegentlich auch von Golfspielern besucht wird.

BILD EINFÜGEN

Willkommen


Es durfte für sich bisher in Anspruch nehmen, seine Gäste unauffällig, unaufgeregt, gar zuvorkommend auf beschauliche Art und Weise zu verwöhnen. Die Gäste dankten es dem Personal.
Das alles ist nun seit dem vergangenen Wochenende (09.bis 11. September) grundlegend anders.
Es erschienen elf Männer unterschiedlichen Aussehens, zunächst durchaus vertrauenerweckend, die sich umgehend nach ihrer Ankunft in einen Tagungsraum unter dem Dach begaben. Angesichts der hohen
Temperaturen standen die Fenster offen und Gesagtes drang nach draußen. Zufällig mithörende Gäste und Teile des Personals wurden schon bald misstrauisch und man erwog, die Polizei oder gar den Verfassungsschutz zu informieren.
Wörter und Redewendungen wie „einen Bauern schlagen, in den Angriff hinein rochieren, Matt, Aufspießen, attackieren, das ‚Ungewöhnliche‘ in Betracht ziehen, fertig machen, vom Brett fegen“ ließen in diesen unruhigen Zeiten sofort Verbindungen zu Attentätern oder gar Terroristen aufkommen. Und dann diese Sprache in unverständlichen Abkürzungen: „Springer c3, Läuferopfer auf h7, Dame g4 mit Doppelschach, Turm fesselt auf e1 !“ Zweifellos waren einige der Personen gesuchte Spione, die Hand in Hand etwas vorbereiteten.
All diese Eindrücke wurden dauernd von einer klaren Stimme übertönt,

BILD EINFÜGEN


Wolfgang hat gut lachen.. die mit äußerstem Nachdruck präzise Aufgaben und Forderungen erhob. Da waren weder Zweifel noch Widerspruch möglich ! Manche Gäste also sahen den Erholungswert ihres Aufenthaltes gefährdet und das Personal war eindeutig verunsichert. Glücklicherweise konnten sämtliche Befürchtungen noch vor dem Abendessen
ausgeräumt werden.
Es waren nur 10 Schachspieler und ihr Trainer Wolfgang Krüger des Möllner Schachvereins, die sich – freiwillig – zu einem Trainingswochenende (als Saisonvorbereitung) hierher in Klausur begeben hatten.

Strenglin 2017

Ein Wochenende mit Schach – oder die Suche nach den Koordinaten
„Strenglin 2017“

Diesmal blieben Verwunderung oder gar Bestürzung bei den Ortsansässigen aus. Man erinnerte sich – nun wohlwollend – an die „harmlosen Andersartigen“ (Zitat!) mit ihrer Neigung, Holzfiguren auf quadratischen Brettern zu plazieren. Einer raunte dem anderen zu: „DeKlötzchenrücker vun Möllner Schachverein sün all wedder dor!“. Doch im Rest der Republik und weiten Teilen Mitteleuropas gab es recht unerwartete Reaktionen. Was waren da schon G-20-Gipfel, bevorstehende Bundestagswahlen oder weitere pubertäre Ausbrüche eines blond gebleichten US-Amerikaners! Mitteleuropa blickte fasziniert auf ein kleines, verträumtes Dorf im mittleren Holstein: „Strenglin“!

G-20-Gipfel … und die Straßen sind leer !

Sofern sich Neugierige persönlich vor Ort überzeugen wollten, mussten Straßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden. Es wurden Passierscheine ausgestellt und so gelangten wenige Glückliche an den Ort des Geschehens, einem eigentlich nüchtern eingerichteten und unschuldigen Tagesraum im zweiten Stock des Hotels „Strengliner Mühle“. Die meisten aber hingen atemlos an allen verfügbaren Medien, um direkt das Unerhörte zu verfolgen. Ein weltweit bekannter Anbieter hatte eine nicht unbeträchtliche Summe für eine Direktübertragung aufgewendet.

Die Probanten – zehn an der Zahl (davon zwei von „Fremdvereinen“) – samt ihrem unvergleichlichen Trainer schien dies alles wenig zu beeindrucken. Sie blieben ebenso gelassen wie konzentriert und schienen in hohem Maße den Anforderungen des Seminarleiters zu genügen. Notwendige kleine und größere Pausen wurden durch außerordentlich schmackhafte kulinarische Angebote des Hotelrestaurants zu weiteren Höhepunkten dieses Treffens. Nur sehr gelegentlich gab es kleine Irritationen, weil einem Teilnehmer die Koordinaten des königlichen Spieles – wir betonen gerne noch einmal, es ging nur um Schach – abhanden gekommen waren. Doch mit der selbstverständlichen Unterstützung seiner Mitdenker fand er sie bis zum Abschlusstraining am Sonntag alle wieder und fuhr wie die anderen zufrieden nach Hause. Die Redaktion wurde von allen Teilnehmern gebeten, auf diesem Wege ein gewaltiges „Dankeschön“ an Wolfgang Krüger und Mike Schlüter zu übermitteln. Mike hatte erneut alles hervorragend vorbereitet, damit Wolfgang dann mit seiner unermüdlichen, stets aufbauenden, ebenso lustigen wie auch plötzlich unerwartet direkten Art alle zu begeistern vermochte. Jeglicher Anflug einer möglichen aufkommenden Erschöpfung wurde somit sofort im Keime erstickt. Ein Teilnehmer fasste treffend zusammen: „Ich glaube, wir waren nicht das letzte Mal gemeinsam unterwegs!“

F-LEM 2017

Frauen-LEM – Vorbericht

David Morawe  Veröffentlicht: 26. Mai 2017  Homepage Schachverband SH

In guter Tradition treffen sich zum nun mehr 6. Mal in Folge mehr als zwei Dutzend Schachspielerinnen in der beschaulichen Kleinstadt Mölln. Es ist wieder Zeit für die offene Frauenlandesmeisterschaft von Schleswig-Holstein und Hamburg. In der Voranmeldung stehen wieder viele neue Namen, als auch altbekannte Gesichter, wie Vorjahressiegerin Ulla Hielscher (SK Doppelbauer Kiel) oder auch die mehrfache Hamburger Meisterin WFM Jade Schmidt vom Hamburger SK. Sie ist auch, Stand heute, die Nummer 1 der Setzliste und wird am Freitag Abend um 19:00 Uhr die erste Runde an Brett 1 eröffnen. Als Nummer 2 wird ihre Mannschaftskollegin vom HSK Bettina Blübaum in das Turnier starten.

Aber auch die schleswig-holsteinischen Spielerinnen haben gute Möglichkeiten das Turnier zu gewinnen bzw. schleswig-holsteinische Frauenlandesmeisterin zu werden. Allen voran natürlich, die schon erwähnte Ulla Hielscher und natürlich Britta Leib (SV Holstein Quickborn/SC Agon Neumünster), die als Frauenschachreferentin des Schachverbandes SH dieses Jahr ausschied und dieses Amt an Ulla weitergab. Außerdem kann sich Brittas Teamkollegin aus Quickborn, Anke Freter berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen.

Auch in diesem Jahr sind wieder eine Vielzahl von Mädchen in Mölln dabei. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Amina Leib (Quickborn/Neumünster) und Alexandra Mundt (Lübecker SV). Auch Ornella Falke (Elmshorner SC), die eine sehr gute Leistung bei der LJEM in Neumünster gezeigt hat, gehört hier zum erweiterten Favoritenkreis. Gespannt darf man auf die Leistung von der 2008 geborenen Katerina Bräutigam (SV Rendsburg) sein. Sie vertritt Schleswig-Holstein bei der DJEM in wenigen Wochen in der U10w. Auch bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Willingen werden Alexandra Mundt in der U16 und Rebecca Ruhmke (SF Sasel) in der Altersklasse U14 für Hamburg spielen.

Wir freuen uns auf ein spannendes Turnier und viele Gäste in Mölln auf dem Waldsportplatz. Neben der Runde am Freitag finden Samstag und Sonntag jeweils 2 Runden um 9:00 Uhr und um 15:00 Uhr statt.

David Morawe

Das mit der Pünktlichkeit… Tag 1

David Morawe  Veröffentlicht: 27. Mai 2017  Homepage Schachverband SH

Das mit der Pünktlichkeit ist immer so eine Sache. Man kennt es als Schachspieler-/in ja. Die einen wollen am liebsten noch beim Aufbau der Heimmannschaft helfen, während man sich bei anderen schon fast sicher sein kann, dass sie erst 5 Minuten nach dem eigentlichen Spielbeginn da sind.

Jetzt kennt man das auch von deutschen Luftfahrtsunternehmen (Bahn übrigens auch), dass sie zuweilen es mit der Pünktlichkeit und Organisation nicht so ganz genau nehmen. Und so konnte Jade Schmidt doch nicht wie angekündigt um 19:00 an Brett 1 das Turnier eröffnen. Dank der freundlichen Unterstützung einer deutschen Airline ihren Flug nach hinten zu verlegen, nutzte sie fast die volle Karrenzzeit von einer Stunde aus. Ein Dank geht hierbei an ihre Gegnerin aus der ersten Runde, Alexandra Mundt, die sofort damit einverstanden war, Jade entgegen zu kommen und mit dem Anstellen der Uhr zu warten.

Eine weitere Sache der Organisation ist es, dass Räume dann frei sind, wenn man sie gerade braucht. Diese Saison bei uns in Mölln fast einmal schief gegangen, als eine Tür im Vereinsheim, die noch nie verschlossen war, eben dieses war. Die Geschichte konnte zum Glück noch rechtzeitig geklärt werden.

Nun trafen wir um 16:00 Uhr im Spielraum auf eine Kampfsportgruppe, was zu einigem Staunen sowohl bei den Kampfsportlern als auch bei uns führte. Da wir alle Erwachsen sind, konnten wir das untereinander und ohne Streitigkeiten klären. Die Kampfsportler bleiben bis 17:00 Uhr anstatt 18:00 und wir beschäftigen uns anderweitig.

Kommen wir nun aber zu dem weitaus Wichtigerem als Pünktlichkeit. SCHACH:

Dieses Jahr sind 26 Teilnehmerinnen nach Mölln gekommen. Leider haben 2 Spielerinnen vorher abgesagt. Trotzdem eine gerade Anzahl, sodass jeder eine Partie Schach spielen konnte. Einige Partien der ersten Runde waren schnell entschieden, andere zögerten sich ein wenig hinaus, jedoch gab es eine kleine bis mittelgroße Überraschung. An Brett 6 holte sich Azadeh Lotfifar vom Hamburger Schachklub den vollen Punkt gegen Simone Frübing (TuS Coswig), nachdem sich Simone bei einem Turmopfer verrechnet hatte, aber in der Partie auch nicht signifikant besser stand.

WFM Jade Schmidt gegen Alexandra Mundt konnte trotz ihrer Verspätung und 26 Minuten Zeit weniger, Raumvorteile erlagen und nach einer Weile gewinnen. Bettina Blübaum siegte im HSK-Duell gegen Sylvia Badih. Die schleswig-holsteinischen Spitzenspielerinnen Anke Freter, Ulla Hielscher und Britta Leib konnten sich auch nach kurzer bzw. etwas längerer Zeit durchsetzen, sodass wir kurz vor 23 Uhr mit allen Partien fertig waren.

Eine gute Vorstellung in der ersten Runde zeigte die junge Pauline Grotian, die gegen Nina Höfner (beide vom HSK) lange mithalten konnte und dabei sehr gutes Stellungspiel bewies, jedoch setzte sich nach längerer Spielzeit die Favoritin, Nina, durch.

Morgen früh kommt es unter andrem zur Paarung Leib – Leib, die von allen mit Spannung erwartet wird.

David Morawe

Frauen-LEM Tag 2

David Morawe  Veröffentlicht: 27. Mai 2017  Homepage Schachverband SH

Um 9 Uhr war der Rundenbeginn, alle Spielerinnen waren pünktlich anwesend, allein der Berichtschreiber könnte sich eine Stunde Verspätung. Ich muss dazu sagen, dass 9 Uhr auch keine wirklich studentenfreundliche Zeit. Für mich könnte jede Runde gerne um 19 Uhr beginnen. Aber ich schweife ab.

Neben der FLEM findet an diesem Wochenende auch der Bundeskongress in Linstow statt. Dort versucht Ullrich Krause Präsident des Deutschen Schachbundes zu werden. Wir senden natürlich liebe Grüße aus Mölln und alle Teilnehmerinnen werden natürlich auf dem Laufenden gehalten, dank der derzeitigen hervorragenden Internetleitung.

Viel wichtiger als die Präsidentenwahl ist natürlich die Frauenlandesmeisterschaft von Hamburg und Schleswig-Holstein. Und hier in Mölln, in einer der 10 schönsten Kleinstädte Deutschlands sind heute die 2. und 3. Runde gespielt worden. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Partie Leib – Leib gelegt. Aber auch das Duell an Brett 1 Höfner – WFM Schmidt trug einige Spannung in sich, ist Nina doch die Nachfolgerin als Frauenschachreferentin von Jade.

Das Duell Leib – Leib konnte in weniger als 2,5 Stunden entschieden werden. Mit einem Sieg für Leib. Jade konnte sich einen Vorteil in Form eines isolierten Doppelbauers ihrer Gegnerin verschaffen. Mit ihrem Läuferpaar gelang es ihr dann die Stellung aufzubrechen, einen Bauern zu gewinnen und danach auch die Partie für sich zu entscheiden.

Anke Freter tat sich schwer gegen Helene Weinmann. Ihre Stellung war zum Teil unklar. Das Endspiel war wohl remis, obwohl hier die Meinungen teilweise auseinandergingen. Helene stellte jedoch einen Bauern ein, sodass es noch einmal spannend wurde. Am Ende bleib Anke nur der h-Bauer, der bekanntlich nicht zum Sieg reicht, also Remis. Man war sich einig, dass Helene nicht einfach zu spielen sei und sie wohl stärker sei, als ihre Zahl es vermuten lässt. Bettina setzte sich gegen Lisa Zimmermann durch, nachdem Lisa ein Gambitbauer ohne wirkliche Kompensation vermisste. Bettina überspielte sie irgendwann einfach und konnte so den Punkt einfahren.

Die älteste Teilnehmerin ist mal wieder Elfriede Wiebke (Segeberger SF) mit ihren 91 Jahren. Großer Respekt von allen, sowohl Teilnehmerinnen, als auch der Turnierleitung. Und in der 2. Runde mit dem ganzen Punkt gegen Franziska Falke (Elmshorner SC).

In Runde 3 kommt es zu den ersten wirklichen Spitzenpaarungen des Turniers. WFM Jade Schmidt spielt mit Weiß gegen Britta Leib und Ulla Hielscher spielt gegen Bettina Blübaum.

Vor der dritten Runde ging es zum alljährlichen Fototermin mit allen. Nachdem in den letzten Jahren immer wieder jemand gefehlt hat, konnten wir dieses Jahr mit allen Teilnehmern zügig die Fotos machen. Und während sich die Fußballer bei sommerlichen Temperaturen auf dem Rasenplatz warm machen, konzentrierten sich die Damen und Mädchen auf die Partien.

Alexandra Mundt schaffte es hat in beiden Runden, die jeweils kürzeste Partie zu spielen. Trotzdem schaffte sie 1,5 Punkte zu holen und das Remis auszukämpfen Sie kämpft derzeit mit Ornella Falke und Amina Leib um den Jugendpreis. Ornella führt diese Wertung derzeit an. Sie liegt in der Gesamtwertung mit 2 Punkten auf einem hervorragenden 7. Platz. Amina und Alexandra haben jeweils 1,5 Punkte und nehmen morgen die Verfolgung auf.

Um den Turniersieg und gleichzeitig auch um den ersten Platz in den separaten Turnieren Hamburg und Schleswig-Holstein geht es jedoch an den ersten beiden Brettern. Nach etwas mehr als einer Stunde standen beide Partien ausgeglichen, während die Fußballer des Nusser FC ihre Meisterschaft und den Aufstieg durchaus lauter feierten, was kurze Zeit gestört hatte. Jedoch konnten die Spielerinnen kurz danach sich wieder auf die Partien fokussieren, obwohl ein leichter Grillgeruch in der Nase hängen bleib.

Nach fast 2 Stunden drang die Nachricht aus Linstow durch, dass Herbert Bastian nicht mehr zum 2. Wahlgang antritt. Somit steht Ullrich Krause als einziger Kandidat zur Wahl des Präsidenten des Deutschen Schachbundes. Nach diesem Wahlgang steht Ullrich Krause als neuer Präsident des DSB fest. Herzlichen Glückwunsch aus Mölln zu diesem Erfolg!

Kurz danach konnte sich Ulla Hielscher gegen Bettina Blübaum durchsetzen. Nach einer kurzen Vorbereitung (3 Züge) spielte Ulla eine Variante, die Bettina nicht mochte und sich nicht wohlfühlte. So konnte sich am Ende Ulla den vollen Punkt sichern. Anke Freter holte nach 3 Stunden den ganzen Punkt gegen Anja Yüksel (SV Bad Oldesloe) und hat jetzt 2,5 Punkte. Auch bei 2,5 Punkten liegt Sabine Fett vom Lübecker SV nach ihrem Sieg gegen Simone Frübing.

Es blieb also noch eine Partie übrig und das war, die von Jade gegen Britta. In einer beidseitigen schweren Zeitnotphase, wo Britta möglicherweise eine Taktik übersehen hatte, kam Jade mit einem Bauern mehr heraus, der jedoch auch erstmal verwertet werden musste. Dies gelang Jade und damit konnte es zum gemeinsamen Essen in den Quellenhof gehen, wo sich viele Teilnehmerinnen und Organisatoren trafen.

Es gibt also 2 Spielerinnen, die alleine an der Spitze liegen. Das ist mit 3 Punkten Ulla Hielscher vom SK Doppelbauer Kiel und WFM Jade Schmidt vom Hamburger SK. Beiden spielen morgen vormittags an Brett 1 gegeneinander. An Brett 2, mit Blick auf die Rangliste doch etwas überraschend Sabine Fett gegen Anke Freter, die beide 2,5 haben. Danach folgt ein großes Feld mit 7 Spielerinnen, die alle 2 Punkte haben.

Morgen am letzten Turniertag finden nochmal 2 Runden um 9 Uhr und um 15 Uhr statt. Wir freuen uns auf spannende Partien und die Gewinner, die in der anschließenden Siegerehrung geehrt werden.

David Morawe

Die Vorschlussrunde Frauen-LEM 3.1

David Morawe  Veröffentlicht: 28. Mai 2017  Homepage Schachverband SH

Wieder geht es in der Früh um 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und 21° Grad Celsius in Mölln im Herzogtum Lauenburg los. Zum vorletzten Mal sind alle Spielerinnen pünktlich an ihrem Brett. Natürlich konzentriert sich das Geschehen auf die Spitzenpaarung Ulla Hielscher – WFM Jade Schmidt, aber auch alle anderen Partien versprechen Spannung.

Denn es geht ja nicht nur um den Gesamtsieg des Turniers sondern auch um die Platzierungen in den einzelnen Bundesländern. Dort liegen natürlich Ulla in Schleswig-Holstein, als auch Jade für Hamburg vorne. Dahinter sieht aber eng aus in Schleswig-Holstein und in Hamburg. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen in Schleswig-Holstein Sabine Fett und Anke Freter, die sich heute im direkten Duell gegenübersitzen. In Hamburg liegen 4 Frauen mit 2 Punkten auf den Verfolgerplätzen. Das sind Lisa Zimmermann (Biller SC), Bettina Blübaum, Azadeh Lotfifar und Nina Höfner (alle HSK).

Nach knapp 3 Stunden konnte sich Anke gegen Sabine den vollen Punkt sichern, nach einer guten Partie nutze sie die Stellungsschwächen von Sabine aus. Anke kann damit 3,5 Punkte vorweisen. Bettina gewann gegen Helene mit umsichtigen Spiel und steht jetzt bei 3 Punkten. Genauso wie Azadeh, die einen Fehler in Zeitnot von ihrer Mannschaftskollegin Nina ausnutzte und so gewinnen konnte.

Um den Jugendpreis ging vor allem bei der Partie Ornella Falke – Amina Leib. Es entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel, bei der Ornella 2 Bauern mehr hatte, jedoch Amina alle Bauern auf die Farbe ihres Läufers gestellt hatte. Unglücklicherweise verrechnete sich Amina noch und Ornella bestrafte das und hat genauso wie Azadeh und Bettina 3 Punkte. Alexandra Mundt setzte sich gegen Elfriede Wiebke durch und hat jetzt 2,5 Punkte. Auch 3 Punkte hat Britta. Um kurz vor halb 1 gab Lisa gegen sie auf. Britta schnürte ihre Gegnerin ein, sodass Lisa eine Qualität geben musste. Diese konnte sie in eine gewonnene Stellung und einen ganzen Punkt ummünzen.

Als Letztes spielte also wie immer Jade gegen Ulla. Ulla konnte früh in der Partie einen Bauern gewinnen, da Jade ein Figurenopfer für das Ulla 3 Bauern bekommen hätte, verschmähte und lieber mit dem Bauern weniger weiter spielte. Doch die Partie verflachte zunehmend und alle Betrachter waren sich einig, dass die Stellung trotz des Bauern mehr Remis war. So sahen, dass auch die Spielerinnen, sodass die 4. Runde dann beendet werden konnte und beide mit 3,5 Punkten in die letzte Runde gehen.

Die letzte Runde beginnt daher schon um 13:45

Es gibt folgende Paarungen an den Spitzenbretter:

Brett 1: Anke Freter – Ulla Hielscher

Brett 2: WFM Jade Schmidt – Bettina Blübaum

Brett 3: Azadeh Lotfifah – Ornella Falke

Brett 4: Anja Yüksel – Britta Leib

Das verspricht Spannung um alle Plätze. Nichts ist entschieden, wir freuen uns auf eine unterhaltsame und überraschende letzte Runde.

David Morawe

Frauen LEM Abschlussbericht

Ulla Hielscher  Veröffentlicht: 29. Mai 2017  Homepage Schachverband SH

Die Landesmeisterschaften der Frauen sind beendet. Ich möchte mich vorab noch einmal bei Mike, Martin, David und Wolfgang für die perfekte Organisation, Berichterstattung und das Catering bedanken. Ich denke, alle Spielerinnen haben sich wieder wohlgefühlt. Ich musste mich um kaum etwas kümmern, die Berichte und Ergebnisse waren nach der Runde zeitnah im Netz, und Probleme sind auch keine aufgetreten, zumindest nicht außerhalb des Brettes.

Nun zur finalen Runde:

Die letzte Runde war noch mal spannend, spielten doch an Brett 1 Anke und ich um den Landesmeistertitel von Schleswig-Holstein und an Brett 2 Jade und Bettina um den Hamburger Meistertitel.

Und auch die beste Jugendliche wurde noch gesucht.

Am ersten Brett spielten Anke und ich eine Variante, die wir schon sehr oft auf dem Brett hatten. Allerdings probierte Anke dann doch noch etwas Neues und mir fiel zum Glück eine gute Entgegnung ein und das, obwohl ich von der langen Vormittagsrunde gegen Jade, wo ich meine bessere Stellung leider nur Remis spielte, noch etwas müde war. Nach einigen Chancen und Gegenchancen einigte ich mich mit Anke auf Remis, da ich auch ziemlich sicher war, dass meine Buchholzwertung besser war als ihre und Brittas. Britta gewann gegen Anja und somit hatten Britta, Anke und ich jeweils 4 Punkte.

Jade konnte gegen Bettina gewinnen und sich damit sowohl den Hamburger Meistertitel als auch den Gesamtturniersieg sichern, ich wurde zweite und somit Landesmeisterin von Schleswig-Holstein.  Britta schob sich durch ihren Sieg gegen Anja noch auf Platz 3 in der Gesamtwertung, zu unser großen Verwirrung zeigt aber der Ergebnisdienst eine andere Reihenfolge an, als die Swisschess Datei, das wird sicherlich in den nächsten Tagen noch korrigiert.

Alexandra Mundt sicherte sich durch ihr Remis gegen Sabine noch den Jugendtitel, punktgleich und nur durch die bessere Buchholzwertung vor Ornella.

Nachdem alle Partien beendet waren, mussten Britta und ich die Preise noch nach Hortsystem umrechnen, ein sehr langwieriges Verfahren, da wir dabei Geldscheine durchschneiden Quatsch, Geldscheine in Münzen umwandeln und dann teilen mussten.

Bei der Siegerehrung waren noch fast alle Teilnehmerinnen dabei.  Neben den Geldpreisen gab es außerdem noch einige Sachpreise, die Chessbase gestiftet hat, und jede Teilnehmerin, die bei der Siegerehrung noch anwesend war, bekam auch noch einen Chessbase Gutschein, vielen Dank für die großzügige Spende.

Abschlusstabelle:

Rang/TeilnehmerTWZVereinPkt.Buchh.
1. Schmidt,Jade2072Hamburger SK4.514.0
2. Hielscher,Ursula1810Sk Doppelbauer Kiel4.014.5
3. Leib,Britta1838SV Holstein Quickborn4.012.5
4. Freter,Anke1875SK Norderstedt4.012.5
5.Lotfifar,Azadeh1338Hamburger SK4.012.0
6. Blübaum,Bettina1964Hamburger SK3.014.5
7.Mundt,Alexandra1391Lübecker SV3.013.5
8.Weinmann,Helene1577SV Schwalbach3.013.0
9.Fett,Sabine1694Lübecker SV3.012.5
10.Falke,Ornella1493Elmshorner SC3.012.0
11.Zimmermann,Lisa1602Bille SC3.011.0
12.Frübing,Simone1798TuS Coswig3.010.0
13.Yüksel,Anja1485SV Bad Oldesloe2.513.5
14.Leib,Amina1567SC Agon Neumünster2.511.5
15.Coriand,Helma1362SchVgg Blankenese2.510.5
16.Höfner,Nina1687Hamburger SK2.013.5
17.Wiebke,Elfriede1278Segeberger SF2.011.0
18.Badih,Syvia1320Hamburger SK2.010.0
19.Bräutigam,Katerina1078SV Rendsburg2.09.5
20.Yüksel,Zivistan 701SV Bad Oldesloe2.08.0
21.Falke,Antje1085Elmshorner SC1.511.5
22.Trierweiler,KatjaElmshorner SC1.58.5
23.Kort,EdwinaHamburger SK1.010.5
24.Grotrian,Pauline905Hamburger SK1.09.0
25.Falke,Franziska743Elmshorner SC1.07.5
26.Noori,Masume764SV Bad Oldesloe0.08.0

F-LEM 2018

Anke Freter neue Landesmeisterin Schleswig-Holsteins

Anke Freter (SK Norderstedt) konnte sich durch ein Remis in der letzten Runde (gegen Alva Glinzner) den Gesamtplatz 2 hinter der Favoritin Jade Schmidt aus Hamburg (5 aus 5!) sichern. Damit ist sie neue Landesmeisterin Schleswig-Holsteins. Herzlichen Glückwunsch! Besonders erwähnenswert sind auch noch die Platzierungen dreier Schleswig-Holsteinischer Jugendlichen: Alva Glinzner (U14) auf Platz 4, Katharina Bräutigam (U10!) auf Platz 5 und Alexandra Mundt (U16) auf Platz 6. Vizemeisterin wurde Britta Leib auf Gesamtplatz 3.

(Ulla Hielscher – Homepage Schachverband SH)

Frauen-LEM von Schleswig-Holstein

(Sabine Fett – Homepage Lübecker SV)

19 Teilnehmerinnen starteten vergangenes Wochenende bei der mal wieder exzellent organisierten Offenen Frauen-LEM von Schleswig-Holstein in Mölln. Zu den Titelanwärterinnen gehörten auch in diesem Jahr wieder Britta Leib und Anke Freter. Und während Ulla Hielscher leider gesundheitsbedingt passen musste, waren zwei uns gut bekannte Jugendspielerinnen an 3 und 4 gesetzt: Alva Glinzner und Alexandra Mundt. Die Berichterstatterin ging mit Startnummer 6 ins Rennen. Andrea Schnell startete als Nummer 17.

Erste Runde: Während Alva wenig Probleme mit Anja Yüksel hatte und Alexandra und ich erwartbare Punkte gegen Nachwuchsspielerinnen aus Berlin einfuhren, hatte Andrea ein entsprechend schweres Los und verlor ihre Auftaktpartie. In der zweiten Runde tauschten Alva und Andrea ihre Gegnerinnen. Alva gewann, Andrea verschaffte sich Vorteile, konnte sich am Ende jedoch leider nicht durchsetzen. Alexandra besiegte derweil die frischgebackene Deutsche Vizemeisterin U10w Katerina Bräutigam und ich ging – an Brett 1 hochgespült – gegen Jade Schmidt baden (immerhin so formschön, dass sie dafür am Ende den Schiedsrichterpreis für die schönste Partie mitnahm). Das hat Alexandra nicht hinbekommen, die sich in der nächsten Runde am ersten Brett fressen lassen durfte, während an 2 Alva gegen Britta Leib wohl einen Vorteil verdaddelte. Nicht, dass ich von der Partie etwas mitbekommen hätte, ich verlor an 3 willenlos gegen Anke Freter (auch hier eine sehr hübsche Schlussstellung) und zog mich entsprechend früh ins Hotel zurück. Beim traditionellen gemeinsamen Samstagabendessen war jedoch verschiedentlich von zwei Freibauern unserer jungen Kollegin die Rede… Andrea verlor in derselben Runde unglücklich gegen Dagmar Knobel und „gewann“ für den Sonntagmorgen einmal Aussetzen. Während sie also ausschlafen durfte, duellierten sich an Brett 3 Alva und Alexandra (beide mit 2 aus 3) um den Anschluss an die Spitzengruppe.

Ich selbst war mit nur einem Pünktchen aus den ersten drei Runden an Brett 7 durchgereicht worden. Allerdings musste ich dort nur eine ¾ Stunde verweilen, denn meine junge Gegnerin wehrte sich nur halbherzig. Das „Prinzessinnen-Duell“ dauerte erheblich länger, am Ende ging der Punkt an Alva. In der letzten Runde spielte sie also ums Treppchen mit, womit bei entsprechender Ausbeute in der letzten Runde theoretisch der Jugendpreis für Alexandra frei wäre – allerdings mischte auch Katerina Bräutigam noch vorne mit, die wie Alva bereits 3 aus 4 gesammelt hatte. Für Andrea ging es noch darum, sich endlich mit Zählbarem zu belohnen und mein Ehrgeiz galt der Verteidigung des Sonderpreises „beste Spielerin aus dem Bezirk Ost, die bei der regulären Preisvergabe nichts mehr abbekommen hat“. Mit Anja Yüksel aus Oldesloe saß mir eine direkte Konkurrentin im Kampf um den goldenen Fresskorb gegenüber – ich begann krampfig, konnte mich schließlich durchsetzen. Derweil holte Alva ein Remis gegen Anke Freter und Alexandra konnte Helene Weinmann, Stammgast aus dem befreundeten Saarland, bezwingen. Andrea, von einigen bereits vertanen Chancen leicht verunsichert, ging gegen Elfriede Wiebke nicht mehr aufs Ganze, sondern sicherte sich ein Remis. Jene bereits über 90-jährige Elfriede Wiebke, deren Teilnahme für mich schon eine Sensation ist. In diesem Jahr beglückte sie uns zum Beginn der Siegerehrung sogar noch mit dem Vortrag eines selbstgeschriebenen Gedichtes! Und damit sind wir auch schon bei der Frage, was denn nun in der Endabrechnung für die LSV-Fraktion rauskam:

Alva wurde mit 3,5 aus 5 Gesamtvierte und damit „Trize“meistern von Schleswig-Holstein! Alexandra erreichte mit 3 Punkten den 5. Platz und gewann (wie schon im letzten Jahr?) den Jugendpreis. Ich wurde mit ebenfalls 3 Punkten 8. und ergatterte zum wiederholten Male den erwähnten Freßkorb. Andrea landete auf dem vorletzten Platz, aber sie hatte ihren Preis bereits am Vorabend erhalten, als sie nämlich noch in den Genuss einer ausgedehnten Trainingseinheit gekommen war. Denn auch deshalb ist das Turnier immer eine Reise wert: Egal welche Spielstärke man mitbringt oder auch nicht, man kann einfach zum Schiri gehen und sich seine Partie nochmal ganz in Ruhe erklären lassen – und vielleicht kommt dann noch die spätere Turniersiegerin dazu und hilft auch noch mit. Tolle Überleitung: Turniersiegerin wurde mit 5 aus 5 die mit einigem Abstand an 1 gesetzte Jade Schmidt. (Fun Fact: Damit wurde sie außerdem Landesmeisterin von Hamburg, deren Meisterschaft hier laut Ausschreibung ebenfalls ausgespielt wurde, was aber außer ihr offenbar nur noch eine weitere Hamburgerin mitbekommen hatte.)

Landesmeisterin von Schleswig-Holstein wurde Anke Freter (4 Punkte), Vizemeisterin wurde Britta Leib (3,5 Punkte). Herzlichen Glückwunsch!

Alle Zahlen zum Turnier gibt es auf den Seiten des SVSH

Berichte und Fotos haben die Schachfreunde aus Bad Segeberg online gestellt.

  1. Abschließend auch in diesem Jahr wieder ein großes Dankeschön an Mike Schlüter, Wolfgang Krüger und Martin Reinke, die das Turnier wie immer erstklassig organisiert