Verbandsliga Ost 2016/17

7. Runde VB Ost

Lauenburger SV 1 (1668) – Möllner SV 1 (1903)   2,0 : 6,0

Die Schachfreunde aus Lauenburg baten zeitig um Verlegung des Spieltages, da bei ihnen ein paar Leute wichtige Termine an dem Tag haben. Wir wären gerne bereit gewesen, allerdings hätten wir dann am Nachspielttermin Engpässe gehabt. Sorry.. Also auf nach Lauenburg. Da war noch eine Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, kam ein ordentlicher Schauer von oben. Richtiges Schachspieler-Wetter. In Vertretung von Michael Wichmann wurden wir recht herzlich von Claus Lindges empfangen. Pünktlich ging es los.

Aber man siehe selbst..

Brett 1:

Wolfgang Krüger (2069) – Walter Rost (1941)   1,0 : 0,0

Wolfgang hatte mit Michael Wichmann gerechnet, durfte aber gegen Walter Rost spielen. Sein Gegner spielte etwas verhalten. Im 23. Zug opferte Wolfgang auf e5 zwei Springer gegen einen Turm und anhaltende Initiative. Der Druck verstärkte sich immer mehr, sodass sein Gegner im 35. Zug aufgab.

35. Dh4+
24. S:e5

Brett 2:

Heinrich Schröder (1881) – Mike Schlüter (1855)   0,5 : 0,5

Mike spielte wieder gegen Heinrich. In der letzten Begegnung sah es gut für ihn und der Mannschaft aus. Ergebnis damals: Mike remis – Mannschaft Null. Dieses Mal hat sich Mike eine etwas schärfere Variante herausgesucht. Er kam auch gut ins Spiel. Vielleicht war Weiß etwas überrascht.

10. ..g5
18. Dxe2 mit Remisangebot

                                                                     Da an den hinteren Brettern  schon zwei volle Punkte zu sehen waren (hatten jeweils Material und Stellungsvorteile mehr), hat Mike das Remis Angebot angenommen.

Brett 3:

Sven Sonntag (1970) – Matthias Groth (1731)   0,0 : 1,0

Irgendwie war dies eine komische Partie. Sven versuchte alles, um nach vorne zu kommen. Matthias verteidigte sich mit Umsicht und lies wenig bis gar nichts zu. So richtig fand Sven nicht in die Partie. Am Ende verlor er gar noch seinen letzten Turm und gratulierte seinem Gegner zum Sieg.

Einige Zeit später war der Turm gefangen.
10. c3

Brett 4:

Michael Reicke (1586) – Andreas Lenk (1861)   0,0 : 1,0

Wie im letzten Jahr kam Königsindisch aufs Brett. Dieser wurde von Weiß etwas sorglos behandelt. Andreas bekam eine sehr gute Stellung. Im Laufe der Partie gewann er dann erst einen Bauern und dann die Partie.

Nach 33. ..Te2 gab Weiß auf
10. ..Sdf6

Brett 5:

Jörg v. Warburg (1926) –  Stefan Michels (1645)   0,5 : 0,5

Jörg spielte heute auf Angriff. Sein Gegner war aber sehr aufmerksam und lies kam etwas zu. Optisch sah es immer gut für Weiß aus, aber wie kann man es umsetzen? Am Ende hatte Jörg einmal die Möglichkeit alles klar zu machen. Übersah dies aber und die Stellung war fast komplett geschlossen. Da der Mannschaftssieg fest stand, kam es hier zum remis.                                                                     

40. ..Kf6
10. 0-0

Brett 6:

Ferdinand Hakopian (1655) – Manfred Luchs (1891)    0,0 : 1,0

Manfred konnte im 10.Zug den schwarzfeldrigen Läufer von Weiß tauschen. Im Verlauf der Partie gewann er dann erst zwei Bauern, dann noch einen Turm und am Ende die Partie.

29. ..Db3
10. ..SxLe3

Brett 7:

Simon Henke (1852) – Claus Lindges (1440)   1,0 : 0,0

Simon spielte gegen Claus die Englische Eröffnung. Es gelang dem schwarzen nicht rechtzeitig zu rochieren. Dies sollte am Ende die Partie kosten. Im Kampf um den schwarzen König konnte Simon zwei Bauern gewinnen und am Ende in ein Bauernendspiel abwickeln.

31. TxTd5
10. dxe5

Brett 8:

Rene Reschke (1449) – Andreas Werner (1880)   0,0 : 1,0

Andreas hat sich auf die Eröffnung seines Gegners (1.b4) richtig gut vorbereitet. Dadurch konnte er recht früh einen Bauern gewinnen. Nachdem noch ein zweiter hinzukam, wickelte er ins Endspiel ab. Hier konnte Weiß nur noch den Turm geben, um dann kurze Zeit später aufzugeben.

10. ..Lxb4 11. Lxc4 scheitert an 11. ..DxLd4 !
Nach 37. ..Tb1 38. Ta4 a1D 39. TxDa1 TxTa1 gab Weiß auf

Fazit:

Eine gelungene Revanche zur letzten Saison.

Verbandsliga Ost 2017/18

 2. Runde VB Ost 2017/18

Agon Neumünster (1780) – Möllner SV 1 (1799) 3,5 : 4,5

Ein neuer Gegner in der Verbandsliga B. Herzlich Willkommen!

Für uns stellte sich die Frage:“Wie ist Agon Neumünster einzuschätzen“? Vom Kader her wird es bestimmt keine leichte Aufgabe dort einen oder gar beide Punkte zu holen. Bei uns fielen für dieses Spiel gleich drei Stammspieler aus. Also musste die zweite aushelfen. Dragan, Florian und Luca durften mit. Eingestellt waren wir u.a auf: Kosak, Hafner und Harm an den vorderen Brettern. Realistisch betrachtet wäre dann ein 4:4 schon mehr als überraschend. Aber es sollte anders kommen. Bei Agon angekommen stellte sich heraus, dass auch sie zwei Spieler ersetzen mussten. Es versprach somit ein Kampf auf Augenhöhe zu werden. Am Ende reichte es für die Möllner zu einem 4,5 : 3,5 Sieg.

Brett 1:

Wolfgang Krüger (2091) – Andreas Hein (2003) 0,5 : 0,5

Wolfgang hatte mit Michael Kosak gerechnet, spielte dann aber gegen Andreas Hein. Irgendwo gewann Wolfgang einen Bauern, musste dann aber ab dem ca. 32 Zug nur noch mit dem Zeitbonus spielen. Beim Stand von 3,5:2,5 für Mölln kam es hier zum remis und die Möllner hatten einen Mannschaftspunkt sicher.

Stellung nach 38. ..Dc6 (2.Widerholung)

Brett 2:

Siegfried Priemer (1813) – Mike Schlüter (1891) 0,0 : 1,0

Mike hatte sich gegen Haffner bzw. Harm vorbereitet. Beim Versuch in die Vorbereitung einzulenken, entstand eine Alt-Indische Eröffnung. Hiermit kam sein Gegner anscheinend nicht richtig mit Zurecht. Nach 15 Zügen verblieben ihm nur noch 28 Min. auf der Uhr, während Mike

noch 1’20 hatte und sich in der Stellung wohlfühlte. Als es dann zum Abtausch eines Turmpaares und der Damen kam, hatte Mike eine recht aussichtsreiche Position erspielt. Sein Gegner spielte dann ab dem 30. Zug nur noch mit Bonus. Im 38. Zug überschritt er dann die Zeit. Sein trockener Kommentar: “Oh, da habe ich wohl nicht aufgepasst“.

Nach 38. ..Kc7 fiel bei Weiß die Zeit.

Brett 3:

Sven Sonntag (1889) – Matthias Rath (1808) 1,0 : 0,0

Sven konnte schon im 13. Zug einen Bauern gewinnen. Zwei Züge später gewann er den zweiten. Sah also ganz gut aus. Selbst 2-3 kleine Ungenauigkeiten halfen seinen Gegner nicht weiter. Langsam verstärkte Sven seine Stellung. Teilweise wurde Material zurückgegeben. Am Ende musste sich sein Gegner aber geschlagen geben.

Endstellung nach 32. Db8

Brett 4:

Britta Leib (1824) – Andreas Lenk (1871) 1,0 : 0,0

Bei Andreas war in der ersten Partiehälfte nicht viel los. Irgendwo/-wann hatte Andreas aber eine Einladung an Britta verschickt, doch mal anzugreifen. Dies lies sie sich nicht zweimal sagen. Los ging es Richtung schwarzem König. Schwarz gab auf und Agon kam wieder ran.

44. De8+ und Schwarz gab auf

Brett 5:

Simon Henke (1861) – Romas Ivaska (1791) 0,5 : 0,5

Simon heute mal an Brett 5. Es wurde recht schnell ziemlich viel abgetauscht. Als Simon dann die Gelegenheit bekam in ein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer abzuwickeln, hörte die Tauscherei aber auf. Der Springer brachte sich in Sicherheit; am Ende wurde es remis und der Trainer hat schon ein neues Thema für das nächste Seminar..

Stellung nach 35. ..Txh3 mit remis

Brett 6:

Bastian Damerow (1745) – Dragan Guzvic (1764) 0,5 : 0,5

Dragan spielte heute als letzter. Er kam sehr gut mit der neuen Bedenkzeit klar. Weiß versuchte auf beiden Seiten anzugreifen; Dragan verteidigte sich geschickt und vermied es auch in die ein oder andere Falle von Weiß zu tappen. Am Ende steht er zwar 2-zügig auf Matt, aber das Dauerschach reicht ja zum Mannschaftssieg.

Stellung nach 43. ..Dxb2+ 44. Kf1 und remis

Brett 7:

Florian Gäbler (1545) – Fabian Kiep (1738) 0,5 : 0,5

Florian hat eine schöne Angriffspartie gespielt. Im 17. Zug gewann er dann eine Figur und es sah nach einem vollen Punkt für Mölln aus. Leider hat er den Gewinnweg nicht gesehen. Er hatte (als Neuling in der VB) Respekt vor der Zahl seines Gegners (hatte fast 200 DWZ mehr) und Angst seinen Springer auf e7 zu verlieren. Das Schwarz aber Zeit braucht diesen zu erobern und Weiss mit h4-h5 schneller ist, hat er leider nicht gesehen. Noch ein Thema fürs Trainingslager ;-).

20. Ld5 mit remis

Brett 8:

Matthias Uschner (1521) – Luca Krohn (1481) 0,5 : 0,5

Luca hat sich in der letzten Zeit sehr gut weiterentwickelt. Was lag also näher, ihn in der Verbandsliga einzusetzen. Wolfgang hat ihn vorher noch etwas Trainiert. Durch geschicktes Abtauschen und blockieren hat er dann eine solide Endstellung erreicht. Da er selbst nichts unternahm und sein Gegner auch nichts mehr riskierte, kam es hier zum remis. Superleistung!

29. De3 mit remisangebot.

Fazit:

Zwei unerwartete Mannschaftspunkte und die Feststellung, dass unsere „Ersatzspieler“ in der Verbandsliga gut mithalten können.