Verbandsliga Ost 2017/18

 2. Runde VB Ost 2017/18

Agon Neumünster (1780) – Möllner SV 1 (1799) 3,5 : 4,5

Ein neuer Gegner in der Verbandsliga B. Herzlich Willkommen!

Für uns stellte sich die Frage:“Wie ist Agon Neumünster einzuschätzen“? Vom Kader her wird es bestimmt keine leichte Aufgabe dort einen oder gar beide Punkte zu holen. Bei uns fielen für dieses Spiel gleich drei Stammspieler aus. Also musste die zweite aushelfen. Dragan, Florian und Luca durften mit. Eingestellt waren wir u.a auf: Kosak, Hafner und Harm an den vorderen Brettern. Realistisch betrachtet wäre dann ein 4:4 schon mehr als überraschend. Aber es sollte anders kommen. Bei Agon angekommen stellte sich heraus, dass auch sie zwei Spieler ersetzen mussten. Es versprach somit ein Kampf auf Augenhöhe zu werden. Am Ende reichte es für die Möllner zu einem 4,5 : 3,5 Sieg.

Brett 1:

Wolfgang Krüger (2091) – Andreas Hein (2003) 0,5 : 0,5

Wolfgang hatte mit Michael Kosak gerechnet, spielte dann aber gegen Andreas Hein. Irgendwo gewann Wolfgang einen Bauern, musste dann aber ab dem ca. 32 Zug nur noch mit dem Zeitbonus spielen. Beim Stand von 3,5:2,5 für Mölln kam es hier zum remis und die Möllner hatten einen Mannschaftspunkt sicher.

Stellung nach 38. ..Dc6 (2.Widerholung)

Brett 2:

Siegfried Priemer (1813) – Mike Schlüter (1891) 0,0 : 1,0

Mike hatte sich gegen Haffner bzw. Harm vorbereitet. Beim Versuch in die Vorbereitung einzulenken, entstand eine Alt-Indische Eröffnung. Hiermit kam sein Gegner anscheinend nicht richtig mit Zurecht. Nach 15 Zügen verblieben ihm nur noch 28 Min. auf der Uhr, während Mike

noch 1’20 hatte und sich in der Stellung wohlfühlte. Als es dann zum Abtausch eines Turmpaares und der Damen kam, hatte Mike eine recht aussichtsreiche Position erspielt. Sein Gegner spielte dann ab dem 30. Zug nur noch mit Bonus. Im 38. Zug überschritt er dann die Zeit. Sein trockener Kommentar: “Oh, da habe ich wohl nicht aufgepasst“.

Nach 38. ..Kc7 fiel bei Weiß die Zeit.

Brett 3:

Sven Sonntag (1889) – Matthias Rath (1808) 1,0 : 0,0

Sven konnte schon im 13. Zug einen Bauern gewinnen. Zwei Züge später gewann er den zweiten. Sah also ganz gut aus. Selbst 2-3 kleine Ungenauigkeiten halfen seinen Gegner nicht weiter. Langsam verstärkte Sven seine Stellung. Teilweise wurde Material zurückgegeben. Am Ende musste sich sein Gegner aber geschlagen geben.

Endstellung nach 32. Db8

Brett 4:

Britta Leib (1824) – Andreas Lenk (1871) 1,0 : 0,0

Bei Andreas war in der ersten Partiehälfte nicht viel los. Irgendwo/-wann hatte Andreas aber eine Einladung an Britta verschickt, doch mal anzugreifen. Dies lies sie sich nicht zweimal sagen. Los ging es Richtung schwarzem König. Schwarz gab auf und Agon kam wieder ran.

44. De8+ und Schwarz gab auf

Brett 5:

Simon Henke (1861) – Romas Ivaska (1791) 0,5 : 0,5

Simon heute mal an Brett 5. Es wurde recht schnell ziemlich viel abgetauscht. Als Simon dann die Gelegenheit bekam in ein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer abzuwickeln, hörte die Tauscherei aber auf. Der Springer brachte sich in Sicherheit; am Ende wurde es remis und der Trainer hat schon ein neues Thema für das nächste Seminar..

Stellung nach 35. ..Txh3 mit remis

Brett 6:

Bastian Damerow (1745) – Dragan Guzvic (1764) 0,5 : 0,5

Dragan spielte heute als letzter. Er kam sehr gut mit der neuen Bedenkzeit klar. Weiß versuchte auf beiden Seiten anzugreifen; Dragan verteidigte sich geschickt und vermied es auch in die ein oder andere Falle von Weiß zu tappen. Am Ende steht er zwar 2-zügig auf Matt, aber das Dauerschach reicht ja zum Mannschaftssieg.

Stellung nach 43. ..Dxb2+ 44. Kf1 und remis

Brett 7:

Florian Gäbler (1545) – Fabian Kiep (1738) 0,5 : 0,5

Florian hat eine schöne Angriffspartie gespielt. Im 17. Zug gewann er dann eine Figur und es sah nach einem vollen Punkt für Mölln aus. Leider hat er den Gewinnweg nicht gesehen. Er hatte (als Neuling in der VB) Respekt vor der Zahl seines Gegners (hatte fast 200 DWZ mehr) und Angst seinen Springer auf e7 zu verlieren. Das Schwarz aber Zeit braucht diesen zu erobern und Weiss mit h4-h5 schneller ist, hat er leider nicht gesehen. Noch ein Thema fürs Trainingslager ;-).

20. Ld5 mit remis

Brett 8:

Matthias Uschner (1521) – Luca Krohn (1481) 0,5 : 0,5

Luca hat sich in der letzten Zeit sehr gut weiterentwickelt. Was lag also näher, ihn in der Verbandsliga einzusetzen. Wolfgang hat ihn vorher noch etwas Trainiert. Durch geschicktes Abtauschen und blockieren hat er dann eine solide Endstellung erreicht. Da er selbst nichts unternahm und sein Gegner auch nichts mehr riskierte, kam es hier zum remis. Superleistung!

29. De3 mit remisangebot.

Fazit:

Zwei unerwartete Mannschaftspunkte und die Feststellung, dass unsere „Ersatzspieler“ in der Verbandsliga gut mithalten können.

F-LEM 2012

Die gemeinsame Frauen-Landes-Einzelmeisterschaft SH / HH wurde durch Anja Reimann (1. Vorsitzende der Möllner SV), den Till Eulenspiegel aus Mölln, Britta Leib ( Frauenschachbeauftrage SH), Christian Zickelbein (Referent für Frauenschach HH) sowie Mike Schlüter (Spartenleitung Schach) um 19.00 Uhr eröffnet.

Hier nun der Bericht von der gemeinsamen offenen Frauen-LEM der Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg.

Bereits im September 2009 (!) sprach mich Mike Schlüter, Vorsitzender der Schachsparte der Möllner Sportvereinigung von 1862 e.V. an, sich als Ausrichter für die Frauen-LEM 2012 zu bewerben. Hintergrund war das 150jährige Bestehen des Vereins, das in diesem Jahr gefeiert wird. Und natürlich wollte sich auch die Schachsparte mit entsprechenden Aktivitäten präsentieren. Da es für die Frauen-LEM in der Regel keines Auswahlverfahrens für mehrere Bewerber bedarf, war ich über diese Anfrage erfreut und sagte sofort zu. Im Herbst des letzten Jahres wurde dann in einem Gespräch zwischen dem Hamburger Frauenreferenten Christian Zickelbein und mir die Idee geboren, diese Meisterschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg als ein gemeinsames Turnier auszurichten. Haben doch beide Verbände dasselbe Problem, genügend Frauen für ein qualitativ gutes Turnier an die Bretter zu bekommen, erschien uns diese Variante als sehr passend.

Also ging es frühzeitig an die Werbung für dieses Turnier, da es ja als offenes Turnier ausgeschrieben war. Sehr erfreut war ich daher, dass sich ein Großteil der schleswig-holsteinischen Frauenspitze zum Turnier anmeldete, allen voran WIM Luba Kopylov, die seit drei Jahren wieder ihr erstes Einzelturnier spielte. Die Treue hielt uns auch Helene Weinmann aus dem Saarland, die bereits zum zweiten Mal dabei war. Ebenso konnten wir wieder 3 Spielerinnen aus Sachsen begrüßen, die den hohen Norden schätzen gelernt haben. Auch Birgit Wulf aus unserem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern ist keine Unbekannte mehr. Und was war mit Hamburg? Die Vereine, die Frauenmannschaften im Spielbetrieb haben, glänzten fast ausnahmslos (Ausnahme SKJE) durch Abwesenheit. Auch Christian Zickelbein war es nicht vergönnt, die eine oder andere Spielerin zur Teilnahme bewegen zu können. Es waren dann nur 5 Spielerinnen, die aus Hamburg teilnahmen. Nun, ich kann sagen, die daheim Gebliebenen haben etwas verpasst! Insgesamt konnte man das Teilnehmerinnenfeld mit 21 Spielerinnen sowohl quantitativ als auch qualitativ als sehr gut bezeichnen.

Die Gastgeber präsentierten ein hervorragendes Turnier. Das Spiellokal befand sich im Spiegelsaal der Sportanlage, wo ansonsten die Tanzsparte aktiv ist. Bodentiefe Fenster sorgten für ungewöhnlich viel Licht; außerdem war reichlich Platz für noch viele Spielerinnen mehr vorhanden. Der Ausrichter verwöhnte die Spielerinnen mit einem kostenlosen Angebot an Getränken, belegten Brötchen und Kuchen. Mit Wolfgang Krüger und Martin Reinke hatten wir zwei kompetente Schiedsrichter dabei, die gern auch die eine oder andere Partie mit den Spielerinnen analysierten. Zur Eröffnung am Freitagabend gab es Besuch vom Vorstand und Till Eulenspiegel, nach dem die Stadt auch benannt ist. Das gemeinsame Foto aller Teilnehmerinnen mit Till Eulenspiegel erhielt jede Spielerin zur Siegerehrung in eingerahmter Form, eine wunderschöne Erinnerung an das Turnier! Am Samstagabend gab es eine nette Runde im Restaurant, an der fast alle Spielerinnen teilnahmen. Dort wurden neue Bekanntschaften geknüpft und Erinnerungen aus alten Tagen wieder aufgelebt. Doch nun zum Turnier, an dem 21 Spielerinnen teilnahmen. Es war von vornherein klar, dass es eine neue schleswig-holsteinische Titelträgerin geben wird, da die Meisterin des Vorjahres, Inga Marx, nicht angetreten war. Dergleichen galt dies auch für Hamburg.

1. Runde
Das Freilos der 1. Runde entfiel, weil eine Spielerin am Freitagabend noch arbeiten musste. Und es gab auch gleich 2 Überraschungen. Während Birgit Wulf ein achtbares Remis gegen Britta Leib erreichte, konnte Ina Gottschall in klar besserer Stellung nach einem einzügigen Blackout gegen Lisa Zimmermann nur noch dem ganzen Punkt hinterhertrauern.
2. Runde
Auch in der 2. Runde kam Britta Leib nicht über ein Remis gegen Lisa Zimmermann hinaus. Angelika Storjohann hatte sich etwas veropfert, übersah dann aber leider ein Dauerschach. Alle weiteren Ergebnisse waren erwartungsgemäß.
3. Runde
Zur 3. Runde musste leider Carmen Ridder-Möller aus privaten Gründen aussteigen, so dass das Feld wieder geradzahlig war. Anna-Blume Giede gewann ein schwieriges Endspiel gegen Birgit Wulf. Auch in dieser Runde gab es keine größeren Überraschungen.
4. Runde
Nun kam es zum Duell zwischen Katrin Dämering und Luba Kopylov. Beide hatten bisher als einzige alle 3 Partien gewonnen. Katrin gewann im Endspiel einen Bauern, der ihr den Sieg sichern sollte, aber sie spielte dann etwas ungenau und verlor sogar noch.
5. Runde
In der letzten Runde sicherten sich dann die Favoritinnen der einzelnen Partien ihren Sieg. Am 1. Brett gab es erwartungsgemäß ein Remis, das Luba den Gesamtsieg sicherte. In einem echten Hamburger Endspiel gewann Lisa Zimmermann gegen Relana Sabban und damit den Hamburger Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch an die beiden Siegerinnen!

Bei der Siegerehrung waren die wunderschönen Kristallpokale ein absolutes Highlight. In sie war das Schleswig-Holsteinische bzw. Hamburger Wappen eingraviert. Neben den Hauptpreisen, die sich aus dem Startgeld ergaben, erhielten auch alle anderen Spielerinnen einen Sachpreis. Hier sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Schachzeitung gerichtet, die das Turnier kräftig unterstützt hat. Ebenso spendierte der Bezirk Süd einen prall gefüllten Präsentkorb für die beste Spielerin des Bezirks.

Jugendpreis: Anna-Blume Giede
Beste DWZ U 7500: Helene Weinmann
Beste DWZ U 1300:
Beste Spielerin des Bezirks Süd: Anke Freter
(Geschrieben v. Britta Leib auf www.schachverband-sh.de/)

Frauen-Meisterschaften
Dank der Initiative der Referentin für Frauenschach in Schleswig-Holstein Britta Leid fanden die offenen Landesmeisterschaften der Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg in einer gemeinsamen Veranstaltung vom 4.-6. Mai in Mölln statt. Das Turnier wurde zu ihrem 150-jährigen Jubiläum durch die Möllner Sportvereinigung von 1862 e.V. imSportlerheim auf dem Waldsportplatzvorzüglich ausgerichtet: Mike Schlüter und die Schiedsrichter Wolfgang Krüger und Martin Reinke sorgten mit Kompetenz und freundlicher Fürsorge für eine gute und harmonische Atmosphäre, an der natürlich auch die 21 Teilnehmerinnen aus Schleswih-Holstein und Hamburg, aber auch aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen – Britta Leib kommt ursprünglich aus Dresden – großen Anteil hatten. Mich selbst haben Mike Schlüters Schlussworte, Mölln stehe auch für die nächste Meisterschaft gern wieder zur Verfügung, schon verführt: Der Spiegelsaal, sonst auch von den Tänzern der Sportvereinigung genutzt, böte Platz für eine weit größere Hamburger Beteiligung: 40 bis 50 Teilnehmerinnen wären locker möglich, und Mölln ist einen (zweiten, dritten …) Ausflug wert!
Tatsächlich war nur die Schleswig-Holsteiner Spitze vertreten, und die Turnierfavoriten Luba Kopylov (SK Doppelbauer Kiel) setzte sich mit 4½ aus 5 auch knapp von Katrin Dämering und Simone Frübing (beide 4) durch. Platz 2 und 3 in der Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein erspielten sich mit 3 ½ Punkten Anke Freter (SK Norderstedt) und Ulla Hielscher (SK Doppelbauer Kiel).
Auch um die Hamburger Meisterschaft gab es ein echtes Endspiel, das Lisa Zimmermann (Bille SC) gegen RelanaSabban (SKJE) gewann. Mit 2½ aus 5 belegte die beste Hamburger Spielerin zwar nur den geteilten 11. Platz, aber Lisa darf nun als Hamburger Meisterin zur Offenen Deutschen Meisterschaft nach Gladenbach fahren. Ihre Teilnahme an der Landesmeisterschaft der Frauen verdanken wir übrigens nur dem Umstand, dass ihr erster Versuch, sich zum Haspa-Pokal in Bargteheide anzumelden, vergeblich war. Nun wird Bargteheide vielleicht zum Übungsturnier für die Deutsche Meisterschaft …
Neben Lisa Zimmermann erhielten auch Helma Corian (BSG Gruner & Jahr) und Sabine Herrmann (Mümmelmannsberger SV) als Zweite und Dritte der Hamburger Wertung mit je 2 Punkten auf den Plätzen 13 und 14 die schönen Kristall-Preise, ausgewählt von Mike Schlüter. RelanaSabban und Sarah Heerwaldt vom SKJE vervollständigten immerhin ein Hamburger Quintett und werden hoffentlich für die Veranstaltung auch im Hamburger Jugendschach werben.Ergebnisse und Tabellen finden sich unter http://schachverband-sh.de/
Abschließend noch einmal ein herzlicher Dank aus Hamburg nach Schleswig-Holstein – wir kommen gern wieder und hoffen auch, Euch bei den Offenen Hamburger Blitz- und Schnellschachmeisterschaften der Frauen am 25. und 26. August im HSK Schachzentrum begrüßen zu dürfen!
(Ch.Zickelbein Referent f. Frauenschach HH)

Offene Frauen LEM von Schleswig-Holstein und Hamburg
Schleswig-Holstein und Hamburg veranstalteten dieses Jahr ihre Frauen Landesmeisterschaften zusammen. Da das Turnier offen war, reisten die Spielerinnen aus ganz Deutschland in die Eulenspiegelstadt Mölln an.
Die Möllner Sportvereinigung feierte ihr 150 jähriges Bestehen. Dies nahm die Schachabteilung zum Anlass, die Landeseinzelmeisterschaften der Frauen auszurichten. 21 Spielerinnen ermittelten in 5 Runden ihre jeweiligen Landesmeister. Die Möllner hießen ihre Gäste mit einem Besuch von Till Eulenspiegel willkommen. Außerdem wurden allen Spielerinnen kostenlos Getränke zur Verfügung gestellt. Der geräumige Spielsaal hätte auch noch mehr Teilnehmerinnen aufnehmen können.
Nach hartem Kampf und mit ein wenig Glück konnte sich die Turnierfavoritin Luba Kopylov vom SK Doppelbauer Kiel den Turniersieg und damit den Frauen Landesmeistertitel von Schleswig-Holstein sichern.
Aus Hamburg kamen leider nicht so viele Teilnehmerinnen, so dass sich schließlich Lisa Zimmermann (Bille SC) in einem echten Endspiel den Hamburger Frauenmeistertitel sichern konnte.
Beste Jugendliche (U18) wurde Anna-Blume Giede von Tura Harksheide.
(Veröffentlicht von Ursula Hielscher [DSB Internet-Beauftragte] auf http://www.schachbund.de/entry/239)

F-LEM 2019

21 Spielerinnen fanden in diesem Jahr den Weg in die Eulenspiegelstadt Mölln, um um den Landesmeistertitel ihres Bundeslandes Hamburg bzw. Schleswig-Holstein zu kämpfen. Waren im letzten Jahr nur zwei Spielerinnen aus Hamburg, kamen in diesem Jahr sieben (die meisten vom HSK). Aus Schleswig-Holstein waren vierzehn angereist. Das Teilnehmerinnenfeld war in diesem Jahr um einiges stärker als in den vergangenen Jahren. Aus Hamburg waren 2 Fide-Meisterinnen dabei. Aber auch Schleswig-Holstein hatte starke Spielerinnen dabei. Es wurde dann wieder einmal ein sehr schönes und spannendes Turnier. Der gemeinsame Abend beim Italiener wurde begeistert aufgenommen und man verbrachte, bei einem sehr gutem Essen und schönen Getränken, eine gesellige Zeit bei interessanten Gesprächen. Gekrönt wurde der Abend durch die Teilnahme von Rüdiger Schäfer (1.Vorsitzende Landesschachverband SH) und Malte Ibs (1. Vorsitzenden der Deutschen Schachjugend). Beide ließen es sich nicht nehmen, erst beim Turnier zuzuschauen und dann am Abend mit den Teilnehmerinnen zu plaudern.

Gemeinsames Gruppenfoto mit den beiden
 Schiedsrichtern Martin Reinke (links) und Wolfgang Krüger
Gemeinsames Gruppenfoto mit den beiden
Schiedsrichtern Martin Reinke (links) und Wolfgang Krüger

Am Sonntag in der 5.Runde wurde es dann noch einmal richtig spannend. Die Platzierungen wechselten in dieser Schlussrunde des öfteren. Manch eine Spielerin harderte daher schon über die ein oder andere schlecht gespielte Partie aus den Runden davor. Am Ende gab es dann die eine oder andere Überraschung bei der Siegerehrung. In diesem Jahr ging der Präsentkorb für die beste Spielerin aus dem Bezirk Ost überraschenderweise nicht an Sabine Fett.

Siegerfoto Schleswig-Holstein

v.l.n.r.: Alva Glinzner mit Präsentkorb, Inken Köhler (3.Platz),
 Ursula Hielscher (Frauenreferentin SH - 2.Platz), Marthe Benzen (1.Platz)
v.l.n.r.: Alva Glinzner mit Präsentkorb, Inken Köhler (3.Platz),
Ursula Hielscher (Frauenreferentin SH – 2.Platz), Marthe Benzen (1.Platz)

Siegerfoto Hamburg

 v.l.n.r.: Carina Brandt (2.Platz), WFM Jade Schmidt (1.Platz),
 Nina Höfner (Frauenreferentin HH), WFM Stefanie Scognamiglio
v.l.n.r.: Carina Brandt (2.Platz), WFM Jade Schmidt (1.Platz),
Nina Höfner (Frauenreferentin HH), WFM Stefanie Scognamiglio

Die Tabellen, Paarungen und weitere Berichte können beim SSH (letzte Änderungen) und auf der Seite der Segeberger SF eingesehen werden.

Am Schluss möchten wir uns noch einmal bei allen Helfern, Helferinnen für ihre Hilfe, bei der Karate-Abteilung für die Überlassung ihrer Trainings-/Hallenzeit und bei der Möllner SV für die zu Verfügungstellung der Räumlichkeiten bedanken.

FLEM Tag 1

Ulla Hielscher  Veröffentlicht: 27. April 2019  Homepage Schachverband SH

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21 Schachspielerinnen, 14 aus Schleswig-Holstein und 7 aus Hamburg haben am Freitag abend den Weg nach Mölln gefunden, um bei den offenen Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Frauen-Einzelmeisterschaften um die beiden Landesmeistertitel zu spielen. Besonderes erfreulich ist es, dass nachdem im letzten Jahr nur zwei Hamburger Spielerinnen den Weg nach Mölln gefunden haben, in diesem Jahr die Zahl deutlich gesteigert werden konnte. Auch von der spielerischen Qualität versprechen die Einzelmeisterschaften in diesem Jahr einiges, da viele starke Spielerinnen aus Hamburg und Schleswig-Holstein nach Mölln gefunden haben. Da das Teilnehmerinnenfeld besonders in der Spitze so ausgeglichen und stark besetzt ist und aufgrund des engen Zeitrahmens nur 5 Runden gespielt werden können, wurde entschieden statt mit dem herkömmlichen Schweizer System mit dem beschleunigten Schweizer System zu paaren, damit die starken Spielerinnen schon früher gegeneinander spielen müssen und so eine fairere Platzierung am Ende dabei herauskommen sollte. Beim beschleunigten Schweizer System bekommt die erste Hälfte der Teilnehmer(innen)liste für die Paarungen der ersten beiden Runden einen fiktiven Punkt, damit nicht die klassische „Hälftenpaarung“, sondern eine „Viertelpaarung“ entsteht.

In der 1. Runde gab es schon die ersten Überraschungen, wobei sich in den meisten Fällen die Favoritinnen durchgesetzt haben.

FLEM Tag 2

Ulla Hielscher  Veröffentlicht: 28. April 2019  Homepage Schachverband SH

Hoher Besuch, Hamburger Erfolge, weitere Überraschungen und gutes Essen

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Zum 2. Tag der Frauen-Einzelmeisterschaften in Mölln gab es hohen Besuch: der DSJ-Vorsitzende Malte Ibs schaute in Mölln vorbei, um zu sehen wie sich die Schleswig-Holsteinerinnen und die Hamburgerinnen duellieren und um Punkte kämpfen. Grundsätzlich war der Tag deutlich im Zeichen der Hamburgerinnen die sich in der Spitze in den Duellen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein jeweils durchsetzen konnten. In der Nachmittagsrunde stand dann das Spitzenduell der beiden 100%-Spielerinnen aus Hamburg Jade Schmidt und Stefanie Scognamiglio an bei der sich nach sehr langem Kampf keine der beiden durchsetzen konnte und sich eine Punkteteilung ergab. Nach der 3. Runde liegen drei Hamburgerinnen (Stefanie (2,5), Jade (2,5) und Carina (2,0)) auf den Podestplätzen und dahinter reihen sich sechs Schleswig-Holsteinerinnen mit jeweils 2 Punkten ein, so dass es morgen noch zu sehr viel Spannung führen kann. In den beiden Runden des 2. Tages ergaben sich auch wieder (wie in der 1. Runde) ein paar Überraschungen: z. B. konnte Dagmar Knobel der stärkeren Marthe Benzen ein Remis abtrotzen und Birte Möller gelang nach dem Sieg gegen Dagmar Knobel in der 1. Runde eine weitere Überraschung in dem sie in Runde 3 auch noch die deutlich stärkere Hamburgerin Birte Zehner bezwang. Da sich am Tabellenende die letzten Spielerinnen ohne Punkte mit Remis trennten (Andrea Jäger und Elfriede Wiebke), hat keine Spielerin mehr null Punkte. Am Abend versammelten sich dann noch die meisten Teilnehmerinnen beim Italiener zum gemütlichen Essen und Austausch.

Jade Schmidt gewinnt FLEM von Hamburg und Schleswig-Holstein

Ulla Hielscher  Veröffentlicht: 28. April 2019  Homepage Schachverband SH

Die letzten beiden Runden der offenen Frauen Landesmeisterschaft von Hamburg und Schleswig-Holstein hatten es nochmal in sich.

In der 4. Runde konnte Alva Gizner  die Führende Stefahie Scognamiglio schlagen, während Jade Schmidt ihr gewonnenes Endspiel gegen Ulla Hielscher ins Remis verdarb.

Carina Brandt schlug Anke Freter und Inken Köhler gewann gegen Alexandra Mundt. In der letzten Runde  spielten somit Jade gegen Alva und Inken gegen Carina um den Titel und Gesamtsieg. Carina gewann und Jade zeigte sich nach ihrem Schock in der 4. Runde gut aufgelegt und konnte sehr schön gewinnen. Auch Ulla und Marthe Benzen gewann ihre Partien, wobei bei Ulla wieder sehr viel Glück im Spiel war.

Dadurch ergab sich folgender Endstand:

Jade wurde erste mit 4 Punkten und der besseren Buchholz und somit auch Hamburger Meisterin, herzlichen Glückwunsch! Dicht dahinter folgte Carina ebenfalls 4 Punkte aber 1,5 Buchholz Punkte weniger. Auf dem dritten Platz und somit Landesmeisterin von Schleswig-Holstein wurde Marthe mit 3,5 Punkten, gefolgt von Ulla, ebenfalls 3,5 Punkte, der gleichen Buchholz aber nach den beiden Streichwertungen knapp hinter Marthe, auch hier herzlichen Glückwunsch an Marthe zum Landesmeistertitel.

Hier die komplette Tabelle und die Rundenergebnisse.

Mein Dank gilt Mike Schlüter, Wolfgang Krüger und Martin Reinke für die hervorragende Ausrichtung, die Spielbedingungen, die Internetaktualisierungen und die leckeren Brötchen und Getränke, die alle Spielerinnen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wolfgang hat nicht nur geschiedsrichtert, sondern auch die Partien analysiert, getröstet und gelästert (hauptsächlich über mich, da ich so viel Glück hatte).Mike hat dafür gesorgt, dass es uns allen gut ging und wir genug zu essen hatten und hat auch alle Partien erfasst. Martin hat sich um die Berichte, Auslosung und Veröffentlichung der Ergebnisse gekümmert, ohne die Hilfe dieser drei, würde es die Frauen LEM nicht geben!

Hier noch Bilder von den letzten beiden Runden und das Gruppenfoto:

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„Ullis“ Reise durch Schleswig Holstein

Auf seiner „Reise durch Schleswig-Holstein“ besuchte der 1.Vorsitzende, Ullrich Krause, gestern Abend unsere Schachabteilung
im Vereinsheim der Möllner SV. Dies mal gab es allerdings keine
Simultanveranstaltung.
Stattdessen gab er unter den strengen Augen unseres Trainers, Wolfgang Krüger, eine Trainingseinheit zum Thema Bauern- bzw. Turmendspiele.
Wolfgang hatte vorher die Trainingsdatei von Ulli bekommen und diese (ohne Lösung) für jeden ausgedruckt. Da kamen schnell an die 500 DIN A4-Seiten zusammen. Jeder bekam dann noch einen Einzeltisch mit aufgebautem Brett.
Und schon ging es mit Laptop und Beamer los. Beim lösen der Aufgaben konnte sich Wolfgang dann überzeugen, das seine Trainingseinheiten (zumindest wohl zu Teil 😉 ) etwas gebracht haben.
Erfreulich war auch die Teilnahme zweier Gäste, die ebenfalls begeistert mitmachten. Nach gut 2 Stunden ging der interessante Trainingsabend dann zu Ende. Im Anschluss gab es dann noch ein kleines Bier und einige Interessante Gespräche.
Vielen Dank an Ulli und gerne mal wieder…

Der Schachverband Schleswig-Holstein war zu Besuch beim Möllner SV!

Ullrich Krause  Veröffentlicht: 17. Januar 2016  Homepage Schachverband SH

Mölln war die dritte Station meiner Reise durch Schleswig-Holstein. Der Vorsitzende des Möllner SV, Mike Schlüter, hatte das Angebot des Schachverbandes angenommen, den Vereinen einen Besuch abzustatten.

Ich habe deswegen am 13.Januar 2016 den Vereinsabend besucht und dort eine Trainingseinheit zum Thema Turmendspiele abgehalten. Die Teilnehmerzahl betrug ein gutes Dutzend, und auch der Meistertrainer Wolfgang Krüger war vor Ort – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Meistertitel mit den Harksheider Mädchen! Von den geplanten vier Kapiteln haben wir allerdings nur zwei geschafft. Hier die Stellungen, die wir besprochen haben  und die, die leider nicht zur Sprache kamen – die Lösungen gibt es nur live und vor Ort 🙂

Turmendspiele_Kapitel_1_ohne_Zuege.pdf

Turmendspiele_Kapitel_2_ohne_Zuege.pdf

Turmendspiele_Kapitel_3_ohne_Zuege.pdf

Turmendspiele_Kapitel_4_ohne_Zuege.pdf (das ist sozusagen die Kür, diese Stellungen sind zum Teil extrem schwierig)

Im Anschluss an das Training gab es noch ein interessantes Gespräch über die Besonderheiten einer Schachsparte im Unterschied zu einem reinen Schachverein und – mal wieder – über das Thema „Ausrichtung der Landeseinzelmeisterschaften“. Nachfolgend noch ein paar schöne Bilder, die mir Mike Schlüter dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat:

Moelln1
Moelln1
Moelln1
Moelln1

F-LEM 2015

Offene LEM der Frauen 2015 vom 19.-21.06.2015 in Mölln


Dieses Jahr war alles anders. Fast alles. Denn zum bereits 5. Mal und zum 4. Mal in Folge richtete die Schachsparte der Möllner Sportvereinigung von 1862 e.V. die Offene Frauen-LEM aus, natürlich wieder zusammen mit den Schachfreundinnen aus Hamburg. Der Termin war anders, nämlich sehr spät zum Ende der Saison. Vielleicht war das einer der Gründe, warum uns dieses Jahr die Schachspielerinnen die Bude einrannten.

Teilnehmerinnen und Helfer 2015

36 Teilnehmerinnen bei einer Frauen-Landesmeisterschaft dürften selbst bundesweit bisher einmalig sein. Da toppten wir selbst die 28 Teilnehmerinnen in Sachsen im letzten Jahr bei der “geschlossenen“ Frauen-LEM von Sachsen. Sicher ist aber auch, dass sich dieses tolle Turnier mit seiner sehr angenehmen Atmosphäre längst über die Grenzen von Schleswig-Holstein und Hamburg hinaus einen Namen gemacht hat. Daran dürften Mike Schlüter und sein engagiertes Team eine große Aktie haben. Selbst am Vorabend rief mich noch eine Spielerin aus Trier (!) an, die noch überlegte mitzuspielen.
Und hier ein bisschen Statistik:
20 Spielerinnen kamen aus unserem Bundesland, davon allein 13 aus dem Bezirk Ost. Das allein ist schon Spitze und übersteigt alles, seitdem ich seit 1998 akribisch alle Teilnehmerinnen bei unseren Frauenmeisterschaften mitgeschrieben habe. 8 Spielerinnen waren aus Hamburg und 4 aus Berlin. Weitere 3 kamen aus Sachsen, wobei sich Anne Pührer aus Coswig bei Dresden für ihren 2. Verein “Schach bei Mädler“, einen Verein aus Schleswig-Holstein, angemeldet hatte. Und schließlich war auch wieder unsere treue Helene Weinmann aus dem Saarland dabei. Die Altersdifferenz war mit den beiden 8jährigen Franziska Falke (Elmshorn) und Sonia Kriuckova (Berlin) sowie der fast 90 jährigen Elfriede Wiebke (Segeberger SF) so groß wie noch nie. Auch die Teilnahme von 18(!) jugendlichen Spielerinnen (davon 10 noch U12) war fantastisch.
Der Hektik des 1. Tages (erst arbeiten, dann anreisen und spielen) musste ich dann doch Tribut zollen. Als Wolfgang Krüger spät abends nach der 1. Runde die Preise und Pokale an einem sicheren Ort verstauen wollte, musste ich feststellen, dass der Karton mit den Pokalen nicht in meinem Auto war, obwohl ich ihn am Freitag doch schon einmal in der Hand hatte. Also fuhr ich notgedrungen am Samstag in der Mittagspause nach Hause (anstatt mich lieber 2 Stunden auszuruhen), aber auch dort waren sie nicht, grrrh. Ich hatte sie tatsächlich vor der 1. Runde mit ins Spiellokal genommen und unter dem Schiedsrichtertisch abgestellt. Dieser Fauxpas in Form einer Gedächtnislücke nach 4 Stunden Spielzeit sollte dann aber mein einziger für dieses Turnier sein.
Die Ausrichter um Mike Schlüter (Hauptorganisator), Wolfgang Krüger (Schiedsrichter), Martin Reinke und David Morawe (Technik und Background) sowie vielen weiteren fleißigen Helfern hatten wieder gute Vorarbeit geleistet. Zu allen vertretenen Bundesländern hingen die Flaggen im geräumigen Turniersaal an den Wänden und Fenstern. Auf allen Namensschildern war ebenfalls die Flagge des Bundeslandes gedruckt. Trotz der 18 Bretter hatten alle reichlich Platz und auch die vielen Zuschauer, nicht nur männliche, die bei allen Runden anwesend waren, konnten bequem an jedem Brett stehen, ohne den Spielerinnen zu nah zu kommen. Als Begrüßung bekam jede Spielerin ein Möllner Schokoladen-Präsent (hmmh, lecker). Die Spielerinnen wurden mit belegten Brötchen, Kuchen und Getränken versorgt, und das alles kostenfrei.

  1. Runde:
    Erwartungsgemäß setzten sich die Favoritinnen fast alle durch. Aber die (ganz) jungen Spielerinnen hielten ordentlich mit. Alva Glinzner (LSV) zeigte an Brett 1, was sie schon so drauf hat, und Jade Schmidt (Hamburger SK) musste lange (letzte Partie!) bis zum Sieg kämpfen. Aber auch Ornella Falke (Elmshorner SC) und Franka Müller-Glewe (Hamburger SK) spielten sehr gut und trotzten ihren Gegnerinnen ein Remis ab.
  2. Runde:
    Während es an den ersten 4 Brettern zu den erwarteten Ergebnissen kam (Anke Freter (SK Norderstedt) spielte eine positionell starke Partie, für die sie einen Sonderpreis von Wolfgang Krüger erhielt), sorgte die Jugend wieder für Aufsehen. Die 13jährige Henrike Voß nimmt der erfahrenen Simone Frübing (TuS Coswig) ein Remis ab und auch Nanke Caliebe (TuRa Harksheide), die sich kurz zuvor bei der DJEM warm gespielt hatte, hielt ebenso gut gegen Sabine Fett (LSV) mit.
    Helene hatte wieder einen Karton von ihrem wunderbaren selbstgemachten Honig aus der eigenen Imkerei dabei. Der ging weg wie warme Semmeln und vor der 3. Runde musste ich Mike betteln, dass er mir sein Glas überlässt.
  3. Runde:
    An Brett 1 kam es zum Duell zwischen Jade Schmidt und mir. Jade hatte sich top vorbereitet, ich hatte 2 Stunden Sinnlos-Autofahrt in den Knochen . Das schlug sich u.a. darin nieder, dass ich zwischenzeitlich 45(!) Minuten weniger Zeit hatte. Auch positionell hatte sie mich schon an die Wand gespielt. Dann verlor sie plötzlich den Faden und ich konterte und hatte plötzlich einen Bauern mehr. Jades Qualitätsopfer reichte nicht mehr zum Remis. An Brett 2 konnte sich Inken Köhler (TuRa Harksheide) gut gegen Katrin Dämering (Markkleeberg)
    aufstellen und hatte zeitweilig sogar einen Bauern mehr. Nach trickreichem Figurenspiel konnte Katrin allerdings eine Figur und damit die Partie gewinnen. In der längsten Partie der Runde trennten sich Ulla Hielscher (SK Doppelbauer Kiel) und Anke Freter nach hartem Kampf Remis. Nanke knöpft auch Simone Frübing ein Remis ab. Alva findet im Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern ein schönes 3zügiges Matt.
    Am Samstagabend ist immer gemeinsames Abendessen beim Italiener “Pinoccio“ angesagt. In diesem Jahr hatte Wolfgang im Vorfeld ein Büffet bestellt, und da gab es richtig viele leckere Sachen! Und so wurde beim abendlichen Austausch sogar noch Schach gespielt!
  4. Runde:
    Im Duell Britta gegen Katrin tat man sich nicht weh. Nach 14 Zügen stand ich schon positionell sehr aussichtsreich, kenne aber Katrins Stärken im Figurenspiel und meine Schwächen in der Zeitnotphase. Also lieber den Spatz in der Hand…
    Ulla stellt Henrike mit einem vermeintlichen Bauerngewinn eine kleine Falle, die aber mit einer Minusfigur für Henrike endet. Inken tut sich anfangs recht schwer gegen die kleine Sonia, spielt aber letzten Endes im Turmendspiel ihre Erfahrung aus. Und auch Ornella führt ihrem Punktekonto einen weiteren halben Punkt gegen Helma Coriand (Blankenese) zu.
    Die Partie Anke gegen Anne bringt unseren leicht geänderten Zeitplan für die 5. Runde total ins Wanken. Der geplante Beginn um 14 Uhr wird auf 14:30 verschoben. Da die Partie aber erst um 14:20 endet, beginnen wir die letzte Runde letztlich um 14:45.
    Fototermin vor der letzten Runde. Es werden Fotos ohne Ende gemacht, weil immer irgendeine Spielerin fehlt , aber irgendwann ist dann das Foto mit allen Spielerinnen und Organisatoren im Kasten.
  5. Runde:
    Vor der Abschlussrunde hatten 4 Spielerinnen 3,5 Punkte. Bei Anke, Ulla und mir ging es dabei immerhin um den Titel von Schleswig-Holstein. Aber auch Inken lag mit 3 Punkten auf der Lauer, allerdings hatte sie mit Jade als Gegnerin das schwierigste Los. An Brett 1 konnte Katrin gegen Anke nach dem Damentausch ihre Bauern gegen die Leichtfiguren von Anke in Bewegung setzen und irgendwann hing da eine Figur. Ich hatte nach einem kleinen Wackler in der Eröffnung gutes Spiel am Damenflügel. Ulla konnte nicht rochieren, aber sie hielt ihren Laden dicht, und die Partie endete Remis. Inken hatte sich gegen Jade eine gute Stellung erarbeitet. Nach 25 Zügen waren beide Damen bedroht, Jade hatte extrem wenig Zeit. Da verwies der Schiedsrichter alle Zuschauer des Saales, damit diese extrem spannende Partie nicht gestört wurde. Nach der Abwicklung mit dem Tausch von vielen Figuren war ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett. Inken hatte zwar noch einen Bauern mehr, aber der hätte wohl nicht zum Sieg gereicht.
    Damit waren die Plätze an der Spitze des Feldes entschieden. Katrin hatte als Einzige 4,5 Punkte und wurde somit Turniersiegerin. Ulla und ich hatten 4 Punkte, wobei ich bei der Buchholzwertung das bessere Ende hatte. Dritte Schleswig-Holsteinerin wurde Anke. Dann folgten 7 Spielerinnen mit 3,5 Punkten. Jade sicherte sich mit dem Remis in der letzten Runde den Titel der Hamburger Meisterin. Zweite Hamburgerin wurde Lisa Zimmermann, Dritte Dagmar Knobel. Es folgte das Rechnen und Geldwechseln wegen der Preisteilung nach Hort.
    Zur Siegerehrung waren dann auch fast alle Spielerinnen anwesend. Nur die Berliner mussten zum Zug, damit sie noch vor Mitternacht daheim sind. Es gab viele wertvolle Sachpreise von Chessbase und der Schachzeitung, so dass alle Spielerinnen mit einem Preis nach Hause fahren konnten. An dieser Stelle sei den Sponsoren herzlich für ihre tolle Unterstützung gedankt.
    Den Sonderpreis für die beste Spielerin des Bezirks Ost (ein prall gefüllter Präsentkorb) gewann Sabine Fett. Da Sabine mit dem Fahrrad angereist war, gab sie den Preis gern an Elfriede Wiebke weiter, die ihr Glück kaum fassen konnte.
    Ich denke, ich kann im Namen aller Teilnehmerinnen ein Riesen-Dankeschön an Mike Schlüter und sein Team weitergeben. Es passte einfach alles bei diesem Turnier. Wolfgang war neben seinem Einsatz als Schiedsrichter wieder bereit, viele Partien mit den Spielerinnen zu analysieren. Auch dafür herzlichen Dank!
    Alle Ergebnisse findet man hier:
    http://ergebnisdienst.schachverband-sh.de/index.php/aktuelles/termine2014?view=turnier_rangliste&turnier=44
    Beste DWZ U1399 Lisa Zimmermann
    Beste DWZ U1199: Freja Svane
    Beste U18: Inken Köhler
    Beste U12: Alva Glinzner
    Und das Beste zum Schluss: auch 2016 wird die Frauen-LEM wieder in Mölln stattfinden. Wir freuen uns schon jetzt darauf!
    Eberhard Schabel (TuRa Harksheide) hat auch viele Fotos gemacht https://cloud.web.de/ngcloud/external?shareId=Y3Rzs_6kQfyciA1Ez-QIEA87803#/OFLEM2015 und ein schönes Video zusammengestellt, das man hier findet: https://www.youtube.com/watch?v=l-09nN9U5Ac&feature=youtu.be und n
    Auf der Seite des Möllner SV findet man auch Berichte, Fotos und Partien:
    http://www.moellnersv-schach.de/

Britta Leib